Sachsens Exportgeschäft auf der Erfolgsspur

Erzeugnisse "Made in Saxony" erfreuen sich weiterhin weltweit steigender Beliebtheit

Sächsische Unternehmen exportierten im ersten Halbjahr diesen Jahres Waren und Produkte im Wert von insgesamt 19,8 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im bundesweiten Vergleich nimmt Sachsen damit unter den Flächenländern die Spitzenposition ein. Ein Großteil des Wachstums geht auf gestiegene Ausfuhren von Erzeugnissen des Kraftfahrzeugbaus zurück, die derzeit 48 Prozent aller Exporte ausmachen.

"Das verdeutlicht die hohe Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Unternehmen, die ihre Chancen auf den Weltmärkten optimal nutzen. Exportorientierte Unternehmen sind Wachstumsmotoren für den Freistaat und ein Vorbild für andere Unternehmen, die den Schritt ins Ausland bzw. Exportgeschäft wagen wollen", so Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

An der Spitze stehen unverändert die Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus. In diesem Bereich legten die Ausfuhren um 25 Prozent auf rund 9,5 Milliarden Euro zu. Zusammen mit den ebenfalls deutlich gestiegenen Exporten bei Erzeugnissen des Maschinenbaus (+ 9 Prozent) und elektrotechnischen Erzeugnissen (+5 Prozent) dominieren diese Warengruppen das sächsische Auslandsgeschäft mit einem Anteil am Gesamtexport von rund 70 Prozent.

Der Löwenanteil der sächsischen Exporte geht mit 43 Prozent weiterhin in die Europäische Union. Insgesamt konnten die Ausfuhren in die EU-Länder um 13 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Das betrifft u. a. die Exporte nach Italien (+33 Prozent), Spanien (+ 31 Prozent), Großbritannien (+ 29 Prozent) und Frankreich (+ 20 Prozent).
Auch nach Übersee konnte Sachsens Exportwirtschaft ihre Tätigkeiten ausbauen. Mit einem Zuwachs von 38 Prozent ragen die Exporte in die USA deutlich heraus. Die USA sind damit nach China (+ 3 Prozent) nach wie vor das zweitwichtigstes Exportland für die sächsische Wirtschaft. Zurückgegangen auf 0,5 Milliarden Euro (- 13 Prozent) sind die Exporte nach Russland. Dies ist u.a. im Zusammenhang mit den Sanktionen zu sehen.

Bei den Einfuhren erreicht der Freistaat eine Steigerung auf insgesamt 11 Milliarden Euro (+9 Prozent). Sachsens wichtigster Importpartner bleibt die Tschechische Republik, aus der im ersten Halbjahr 2015 Waren im Wert von 2,1 Milliarden Euro (+ 12 Prozent) eingeführt wurden; gefolgt von Polen (+ 24 Prozent) und China (+ 40 Prozent). Mit einem Anteil von 23 Prozent dominieren die Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus die Einfuhren nach Sachsen, wobei auch elektrotechnische Erzeugnisse und Erzeugnisse des Maschinenbaus sowie Erdöl und Erdgas von hoher Bedeutung sind.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr