Lausitzer Filmnächte

Lausitzer Filmnächte

Flucht, Vertreibung und Integration sind Themen der "Lausitzer Filmnächte" in Luckau und Lübben

Die beiden Städte Luckau und Lübben sowie das Lübbener Forum gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und der Verein "Mensch Luckau" e.V. haben das gemeinsame Projekt "Lausitzer Filmnächte" auf den Weg gebracht. Mit Unterstützung der Organisatoren des "FilmFestival Cottbus" wurden Filme ausgewählt, die sich auf unterschiedliche Weise mit den Themen Flucht, Vertreibung und Integration beschäftigen. Sechs Filme sind es insgesamt, die in zehn geplanten Filmveranstaltungen vom 3. Juli bis zum 12. November 2015 an drei verschiedenen Standorten in Luckau und in Lübben gezeigt werden.

Am Freitag, 04. September wird um 19 Uhr der bewegende Dokumentarfilm "Fremd" auf dem Luckauer Schlossberg gezeigt. Regisseurin Miriam Faßbender begleitet darin die Flucht eines Maliers nach Europa. Sie verleiht in ihrem Film den, als anonyme Masse wahrgenommen, afrikanischen Flüchtlingen ein persönliches Gesicht.

Am Donnertsag, 10. September ist um 19 Uhr in der Lübbener Spreewaldschule die Komödie "300 Worte Deutsch" mit Christoph Maria Herbst zu sehen. Darin bringt eine junge Deutschtürkin potentiellen Bräuten aus der Türkei Deutsch bei, um sie vor der Abschiebung zu retten.

Der Dokumentarfilm "Fremd" beschreibt den von der Not diktierten Aufbruch eines jungen Maliers nach Europa. Seit zweieinhalb Jahren ist er unterwegs in eine Welt, in der er nie leben wollte. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Vom Leben als jahrelanger Reisender und vom Überleben in der Fremde.

Die Regisseurin Miriam Faßbender berichtet über die Arbeit an diesem Film: "Je näher ich die jungen Männer und Frauen auf ihrer Odyssee vor Europa kennen lernte, desto dringender verspürte ich den Wunsch Ihnen - die in unsrer politischen Sprache meistens nur als anonyme Masse auftauchen, vor der es sich zu schützen gilt - ein Gesicht zu verleihen. Ich will sie in "Fremd" als Individuen wahrnehmbar werden lassen und ihnen die Möglichkeit geben für sich selbst zu sprechen."

Die Komödie "300 Worte Deutsch" handelt von einer Deutschtürkin, die potentiellen Bräuten aus der Türkei Deutsch beibringt, um sie vor der Abschiebung zu retten. Seit der unerbittliche Ludwig Sarheimer (Christoph Maria Herbst) im Ausländeramt arbeitet, gerät die Brautvermittlung von Moschee-Vorsteher Demirkan ins Stocken: Den Brautkandidatinnen droht die Abschiebung, wenn sie nicht 300 Worte Deutsch können. Demirkans Tochter Lela (Pegah Ferydoni) ist wenig angetan vom altmodischen Frauenbild ihres Vaters und will den Frauen im Schnellkurs Deutsch beibringen. Als sie sich in den Neffen von Sarbacher verliebt, gerät sie endgültig zwischen alle Fronten.

Veranstaltungen der Lausitzer Filmnächte auf einen Blick

  • 4. Sep | 19 Uhr | Schlossberg Luckau, Nordpromenade 20
    FREMD - Dokumentarfilm von Miriam Faßbender über die Flucht eines Maliers nach Europa.
  • 10. Sep |19 Uhr | Aula der Spreewaldschule Lübben, Am kleinen Hain 30
    300 WORTE DEUTSCH - Komödie mit Christoph Maria Herbst um eine Deutschtürkin, die Brautkandidatinnen Deutsch beibringt, um sie vor der Abschiebung zu retten.

Kontakt: Weiter Auskünfte zu dieser Veranstaltung erteilt die Stadt Luckau telefonisch unter 03544-594152 oder per Mail kjs@luckau.de. Auch der Vorstand des Vereins "MENSCH LUCKAU" steht unter 0174-8948600 oder info@mensch-luckau.de gern für Rückfragen zur Verfügung.

Quelle: PM Stadt Luckau