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Hochwasserschutz an der Lausitzer Neiße

Planfeststellungsverfahren zum Hochwasserschutzdeiches an der Lausitzer Neiße abgeschlossen

Die Landesdirektion Sachsen hat jetzt das Planfeststellungsverfahren "Umbau/Neubau des Hochwasserschutzdeiches an der Lausitzer Neiße in der Gemeinde Krauschwitz, Ortsteil Sagar" abgeschlossen. Das teilte die Landesdirektion am 27. August mit. Mit dem Planfeststellungsbeschluss hat die Antragstellerin, die Lan-destalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, Baurecht erhalten. Ziel der Maßnahme ist es, den Ortsteil Sagar der Gemeinde Krauschwitz vor einem Hochwasser der Lausitzer Neiße mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 100 Jahren (so genanntes HQ100) zu schützen.

Sagar wird besser vor Hochwasser geschützt

Der geplante Hochwasserschutz umfasst vier Teilmaßnahmen nördlich und westlich der Ortslage Sagar. Ortsnah wird ein rund 350 Meter langer neuer Deich hergestellt. Dieser wird an den Altdeich angebunden, der auf einer Länge von rund 140 Metern durch Einbringung einer Stahlspundwand ertüchtigt und erhöht wird. Entlang der Straße Unterdorf wird eine Hochwasserschutzmauer hergestellt, die eine Länge von ca. 170 Metern haben wird. Der Abschnitt des gewässernahen Altdeiches, der aufgrund des Neudeiches nicht mehr benötigt wird, wird auf einer Länge von rund 670 Metern vollständig zurückgebaut. Die Lausitzer Neiße erhält dadurch in diesem Abschnitt Retentionsraum im Umfang von 5,37 Hektar und rund 96.700 Kubikmetern zurück.

Der vorhandene Hochwasserschutzdeich Sagar wird seiner Aufgabe, dem Schutz der dahinter liegenden Bebauung und Infrastruktur der Ortslage Sagar vor Hochwasserereignissen der Lausitzer Neiße, nicht mehr gerecht. Derzeit schützt der Deich vor Hochwasserereignissen bis HQ50. Aufgrund der unzureichenden Höhe und des inhomogenen Aufbaus besteht die Gefahr der Überströmung und des Deichbruches bei Hochwasser. Das Hochwasserereignis August 2010 führte in dem überplanten Deichabschnitt zum Deichbruch mit der Folge der weiträumigen Überschwemmung der Ortslage Sagar und der Infrastruktur in diesem Bereich. Auch das Hochwasserereignis im Juni 2013 erforderte Deichsicherungsmaßnahmen in diesem Abschnitt.

Der Planfeststellungsbeschluss wird in Kürze in der Gemeindeverwaltung Krauschwitz für zwei Wochen zur Einsicht für jedermann ausgelegt. Ort und Zeit der Auslegung werden rechtzeitig vorher bekannt gemacht.

Quelle: PM Landkreis Görlitz

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Tags:
Hochwasserschutz, Krauschwitz, Oberlausitz
Datum:
Freitag, 28. August 2015, 08:30 Uhr
Kommentare zu "Hochwasserschutz an der Lausitzer Neiße"
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