Umwelttouristen spurlos verschwunden

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Zuviel Hitze ist ungesund: Hunderte Umwelttouristen in der Lausitz spurlos verschwunden

Oder: warum schlechte Berichterstattung mehr killt als Kohle.

Wer in die Medien schaut, schüttelt einmal mehr verwundert den Kopf über die sportliche Leistung vieler Journalisten beim Spagat zwischen Realität und Fiktion, wenn es um das Thema "Lausitzer Braunkohle" geht.

Unter einer wie üblich reißerischen Aufmachung ("Kohle tötet") haben sich die grünen Eiferer am vergangenen Wochenende wieder in unserer Region getroffen. Die Anzahl der tatsächlich vom Tagebau Betroffenen kann angesichts der vielen Touristen (allein 150 aus Braunschweig und unterwegs Eingesammelte) nicht sehr groß gewesen sein. Vollmundig werden 500 Teilnehmer bei der Demo vor dem Kraftwerk Jänschwalde verkündet und in den Medien auch überwiegend unreflektiert wieder gegeben. Ein aus Menschen gebildetes Totenkopfsymbol hat allerdings den Vorteil, dass man diesmal die Anzahl der Teilnehmer relativ genau ermitteln kann. Auf dem Luftbild sind etwa 300 Menschen zu erkennen. Waren die anderen 200 gerade Pilze suchen? Aber den Propagandisten sei das nachgesehen, Veranstalter neigen meist zu Übertreibungen.

Die Zahlen machen aber klar, dass sich kaum jemand aus der Lausitz an dem Protest beteiligt hat. Neben den wenigen bekannten Lausitzer Gesichtern von Grüner Liga und Klinger Runde wurden unter Führung des Hamburger Greenpeace-Konzerns einmal mehr Umwelttouristen aus Deutschland, Polen und Tschechien in die Lausitz gekarrt, um möglichst einseitig und unausgewogen vor allem intern zu diskutieren und sich gegenseitig Mut durch betreutes Denken zu machen. Und gerade hier wird immer weniger verständlich, wie eine tendenziöse Berichterstattung sich durch die Kommunikation der vermeintlichen Klimaretter manipulieren lässt, die im Kern ja gar keine Kommunikation wollen. Denn wer andere als Mörder bezeichnet, was mit der aktuellen Aktion samt Kohle-Totenschädel einmal mehr untermauert wurde, der will sich mit "Andersdenkenden" nicht ernsthaft in eine Runde setzen.

Was ist also die Erkenntnis dieser Veranstaltung? Zuviel Hitze behindert klares Denken, an vielen Orten.

Quelle: Pro Lausitzer Braunkohle e.V.