Spreewald erhält Schlammkur

Mähboot im Spreewald zum abmähen der Wasserpflanzen

Pilotprojekt für mehr Durchlässigkeit im Spreewald

Neu Zauche - Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger gibt am kommenden Dienstag (4. August) den Startschuss für die Baggerarbeiten am Peterkanal im inneren Oberspreewald. Projektpartner ist der Wasser- und Bodenverband "Oberland Calau".

Verschlammte Abschnitte in den Spreewaldfließen behindern nicht nur die Schifffahrt, sie beschränken auch den Abfluss des Wassers bei Hochwasser. Die letzten Hochwasser 2010 und 2013 haben durch Umlagerung der Sedimente zu einer Verschärfung der Situation geführt.

Die Beseitigung der Verschlammungen kann sehr teuer werden, wenn das Baggergut aufwendig entsorgt werden muss. Für eine Verwertung des Schlamms auf angrenzenden Flächen müssen sowohl abfall- und bodenschutzrechtliche als auch naturschutzfachlichen Anforderungen erfüllt sein.

Um den Handlungsspielraum der rechtlichen Grenzen für ein vereinfachtes Verfahren auszuloten, begann das Umweltministerium im vergangenen Jahr mit dem Pilotprojekt "Gewässerunterhaltung an ausgewählten Fließen im Spreewald, Aufbringen von Baggergut auf land- und forstwirtschaftliche Flächen durch Versprühen und Verspülen".

Für die drei Pilotstrecken des Projektes liegen Abstimmungen und Genehmigungen vor, so dass mit der Umsetzung der Entschlammungsmaßnahmen begonnen werden kann.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg