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Krisenmanagement im LDS

Katastrophenschützer übten "Stromausfall" betroffen waren alle Unternehmen und Haushalte

Kürzlich hat der Katastrophenschutzstab Dahme-Spreewald im Rahmen einer dreitägigen Planübung Maßnahmen für den Fall eines großflächigen Stromausfalls geübt.

Im angenommenen Szenario kam es aufgrund einer Hitzewelle in Deutschland zu Engpässen in der Stromversorgung. Für den Landkreis waren rollierende Stromabschaltungen angekündigt, das heißt, dass der Strom im zwei-Stunden-Rhythmus abgeschaltet wurde. Betroffen waren alle Unternehmen und Haushalte.

Eine Situation, die durchaus realistisch werden könnte. Woran muss man denken? Kommunikation, Ampeln, Geldautomaten, Tankstellen, Lebensmittelmärkte, Krankenhäuser, Apotheken werden bald nicht mehr richtig funktionieren. Wer hat Notstromaggregate und wie lange können sie betrieben werden? Wie lange reichen die Dieselvorräte? Können die Kinder weiter betreut werden? Schulen schließen ja oder nein? Wie lange kann die Trinkwasserversorgung aufrechterhalten werden? Wie viele Patienten mit Heimbeatmung haben wir im Kreis und wo? Gibt es entsprechenden Listen? Wie sind die Alten- und Pflegeheime informiert?
Ganz wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Kommunen. Wer spricht wann mit wem? Wie lange kann man die Bevölkerung noch über Medienkanäle informieren? Welche Hinweise sind unbedingt notwendig?

Es galt, viele Situationen zu bedenken und Prioritäten zu setzen. Von einem anfänglich angenommenen Großschadensereignis hatte sich die Lage schließlich so entwickelt, dass der Landrat am dritten Tag den Katastrophenfall ausgerufen hat.

Mit der Übung sollten die Abläufe im Krisenstab, die Arbeitsfähigkeit der Koordinierungsgruppe und das Zusammenspiel mit allen anderen
Rettungs- und Katastrophendiensten wie Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Bundeswehr und den entsprechenden Fachbereichen getestet werden. Auch Vertreter von zwei Energieversorgern und vom Klinikum Dahme-Spreewald nahmen daran teil. Geleitet wurde die Stabsrahmenübung von Ordnungs- und Sicherheitsdezernenten Wolfgang Starke, der auch in einem Ernstfall den LDS-Verwaltungsstab führt.

Vorbereitet, begleitet und beobachtet wurde die Übung von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in enger Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises. Über 70 Teilnehmer stellten sich in der Übung den großen Herausforderungen, die ein flächendeckender Stromausfall nach sich zieht.

Nach Einschätzung der Krisenmanager aus der AKNZ wurden alle Ziele der Übung erreicht. Experte Frank Ehl lobte die souveräne Leitung der Stabssitzungen. So wurde die jeweilige Übungslage realistisch beurteilt und daraus schlussfolgernd richtige Grundsatzentscheidungen getroffen.
"Durch das sich anbahnende Szenario war der Stab von Anfang an "vor der Lage", die planerische Komponente des Führungskreislaufs wurde intensiv geübt." sagte Ehl.

"Wir haben diese Übung sehr ernst genommen" bestätigte auch Ordnungsdezernent Wolfgang Starke. "Alle Übungsteilnehmer waren sich ihrer hohen Verantwortung bewusst. Die Mitglieder des Krisenstabes haben die Erkenntnis mitgenommen, das es wichtig ist, ganz klare Ziele zu formulieren und ganz eindeutig den Adressanten zu bestimmen", stelle Starke fest.

"Insgesamt wurde mit dieser Übung die Risikobereitschaft für das angenommene Szenario erhöht", schätz auch Landrat Stephan Loge ein.
Damit solle nicht nur die Kompetenz des Krisenstabes geschult werden, sondern auch den Bürgern mehr Sicherheit gegeben, so Loge. Für das nächste Jahr kündigte er eine weitere Übung mit einem Massenanfall von Verletzten an.

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald

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Tags:
Dahme-Spreewald, Katastrophenschutz
Datum:
Montag, 20. Juli 2015, 14:00 Uhr
Kommentare zu "Krisenmanagement im LDS"
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