Kooperationsvereinbarung zum Innovationszentrum Senftenberg

Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zum Senftenberger Innovationszentrum

Am Mittwoch, 22. Juli 2015, 14 Uhr unterzeichnen der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Senftenberg, Teresa Melzer, und die Vizepräsidentin für Wissens- und Technologietransfer und Struktur der BTU Cottbus-Senftenberg, Prof. Dr. Katrin Salchert, im Multifunktionsraum des Innovationszentrums eine Kooperationsvereinbarung. Gegenstand ist der weitere Ausbau der bisherigen Zusammenarbeit, insbesondere bei der Entwicklung des Innovationszentrums, in den Bereichen von Wissenschaft und Forschung, Technologieentwicklung, Wissens- und Technologietransfer sowie Wirtschaftsförderung.

Im Anschluss an die Unterzeichnung werden die Kooperationspartner einen neuen Mieter begrüßen: Die Attomol GmbH aus Bronkow, Ortsteil Lipten, wurde 1997 gegründet und hat derzeit 14 Mitarbeiter, darunter Absolventen der BTU Cottbus-Senftenberg beziehungsweise der ehemaligen Hochschule Lausitz, mit der sie seit vielen Jahren eng verbunden ist. Das Unternehmen ist biochemisch-molekularbiologisch orientiert und produziert humanmedizinische Diagnostik. Für den Nachweis von Mutationen, Krankheitserregern und Autoimmunerkrankungen werden komplette Testbestecke für laborärztliche Praxen entwickelt und produziert. In der Forschung kooperiert das Unternehmen mit den Partnern des Forschungsverbundes Bioresponse e. V., zu denen auch die BTU Cottbus-Senftenberg, die GA Generic Assays GmbH und die Medipan GmbH gehören. Die 2012 mit dem Kooperationspreis des Fördervereins der Hochschule Lausitz geehrte Attomol GmbH zählt zu den Stiftern der an der BTU Cottbus-Senftenberg eingerichteten Stiftungsprofessur Multiparameterdiagnostik.

Der Bau des Innovationszentrums ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Senftenberg und des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Seit der Inbetriebnahme am 22. Mai 2015 stehen in dem Komplex auf rund 2.100 Quadratmetern Fläche insbesondere Räume für Biotechnologie und Medizintechnik sowie für andere Bereiche zur Verfügung. Der Neubau des Innovationszentrums soll den Transfer von Produktideen aus der Universität, aber auch von solchen sich ansiedelnder Unternehmen, die mit Hilfe der Universität zur Produktionsreife weiterentwickelt werden, befördern. Damit wird es möglich, das starke Innovationspotenzial am Standort Senftenberg der BTU, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften und Naturwissenschaften, intensiv zu nutzen.

Neben den Ausgründungen von Wissenschaftlern und Absolventen ist die Ansiedlung universitätsexterner Unternehmen von wesentlicher Bedeutung. Kompetenzen sollen in dem Innovationszentrum gebündelt werden. Durch die unmittelbare Nähe zur Universität, den Austausch mit deren Know-how und die Nutzung der Forschungskapazitäten wird es möglich, Unternehmen optimal in ihren Innovationsprozessen zu unterstützen.

Quelle: Stadt Senftenberg