13. Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg

Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg

Unternehmen aus Berlin-Brandenburg loten Marktchancen in Israel aus

Die Marktchancen von Unternehmen aus der deutschen Hauptstadtregion in Israel stehen im Mittelpunkt der 13. Außenwirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg, zu der sich am heutigen Mittwoch 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Berlin und Brandenburg in der Industrie- und Handelskammer Potsdam treffen. Israel wurde anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel als Schwerpunktland ausgewählt. Ziel der Außenwirtschaftskonferenz ist es, kleine und mittlere Unternehmen an das internationale Geschäft heranzuführen und ihre Marktchancen auf dem israelischen Markt auszuloten. Auf dem "Marktplatz Außenwirtschaft" können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Fördermöglichkeiten informieren und sich in Workshops Tipps von Experten und Israel-erfahrenen Unternehmen holen.

"Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel war ein Schritt von historischer Bedeutung. Ich bin zutiefst dankbar dafür, wie sich das deutsch-israelische Verhältnis seitdem Stück für Stück zu einer guten und freundschaftlichen Partnerschaft entwickelt hat, ohne die entsetzlichen Verbrechen der Deutschen am jüdischen Volk auszublenden. Dies war die Voraussetzung dafür, dass wir heute neben unseren politischen auch unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel pflegen und stärken können", erklärte Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber zum Auftakt der Konferenz.

"Israel hat eine hoch entwickelte Industrie. Innovationen und Spitzentechnologien prägen den israelischen Markt. Für die deutsche Hauptstadtregion ist Israel damit ein attraktiver und viel versprechender Wirtschaftspartner", hob Minister Gerber hervor. Anknüpfungspunkte für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Israel sehe er insbesondere im Technologiebereich, in der Medien- und Kreativwirtschaft sowie in der Umwelt-und Energietechnik. Auch beim Thema Fachkräftesicherung könne die Beziehung zwischen der Hauptstadtregion und Israel noch weiter ausgebaut werden. "In den vergangenen Jahren sind viele junge und gut ausgebildete Israelis in die Hauptstadtregion gekommen - die allermeisten nach Berlin. Wir würden uns freuen, wenn sich dieser Trend fortsetzen würde und wir junge israelische Fachkräfte verstärkt auch in Brandenburg begrüßen könnten", sagte der Minister.

Staatssekretär Guido Beermann von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung erklärte: "Erfolg setzt Kooperation voraus. Wir können viel voneinander lernen. Den Mut zum Risiko zum Beispiel, der in Israel an manchen Stellen etwas ausgeprägter ist, als bei den deutschen Gründern. Berlin und Tel Aviv sind nur vier Stunden entfernt. Es wird Zeit, enger zusammenzuarbeiten."

Beate Fernengel, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, sagte: "Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Jahr 2015 komplizierter geworden. Umso wichtiger ist es, den Unternehmen einen verlässlichen Kompass mit den nötigen Informationen und Kontakten zu geben. Bei einem Außenhandelsvolumen mit Israel von 127 Millionen Euro schöpft die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ihr Potenzial bei weitem nicht aus. Von der heutigen Außenwirtschaftskonferenz versprechen wir uns maßgebliche neue Impulse."

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg