Historischer Viehmarkt lockt nach Burg im Spreewald

Historischer Viehmarkt lockt nach Burg im Spreewald

Staunen, kaufen und mitbieten beim historischer Viehmarkt in Burg (Spreewald)

Der historische Viehmarkt am kommenden Sonntag, dem 12. Juli, ist ein besonderer Höhepunkt im Festjahr zum 700. Geburtstag von Burg im Spreewald. Auf Kümmels Acker an der Spreewaldmühle wird von 10 bis 16 Uhr das Treiben auf einem Viehmarkt von einst erlebnisreich und möglichst authentisch dargestellt.

"Wenn Viehmarkt war, brachten die Bauern ihr Vieh mit dem Ochsenkahn, manchmal mit der Bahn zum Marktplatz. Dort wurde noch richtig gehandelt und der Kauf mit Handschlag besiegelt", erinnerte sich der Burger Fotografenmeister Erhard Steffen.

Ob man im 21. Jahrhundert einen Viehkauf ebenfalls mit Handschlag besiegelt, wird sich am 12. Juli auf dem Historischen Viehmarkt auf Kümmels Acker zeigen. Zahlreiche regionale Landwirtschaftsbetriebe und Vereine präsentieren sich und bieten großes und kleines Vieh wie Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und Schweine auch zum Verkauf an. Daneben gibt es um 11 Uhr/ 13 Uhr und 15 Uhr Tierauktionen und jeder ist eingeladen, sein Angebot abzugeben.

Eine besondere Attraktion ist das Schaufischen an der Hauptspree mit der "Gemeinschaft wendisch/sorbischer Spreewaldfischer Burg und Umgebung e.V." um 14 Uhr. Die Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins Burg packen einen typischen Heuschober und dazu zeigt der Traditionsvereins Striesow e.V. eine Vesper auf dem Feld. Den ganzen Tag gibt es auf dem Viehmarkt traditionelle Musik mit "Drjewjanki".

Vom Viehmarkt geht es direkt auf den 14. Spreewälder Handwerker- und Bauernmarkt:

Dort, wo der Viehmarkt noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts abgehalten wurde, findet am Wochenende der 14. Spreewälder Handwerker- und Bauernmarkt statt: auf dem Burger Festplatz.

Bauern, Handwerker und Produzenten aus der ganzen Region locken am 11. und 12. Juli unter anderem mit duftenden Bauernbroten, süßem Honig, Obst und Gemüse, Leinöl und frisch gestampfter Butter. Das Schöne an diesem Markt ist, dass es nicht nur die fertigen Produkte zu kaufen gibt, sondern dass man den Machern über die Schulter schauen kann. So zeigen Töpfer, Seiler, Muldenhauer, Trachtenstickerin, Ostereiermalerin und Schmied, wie ihre Produkte entstehen.
Ganz neu ist das Textilhandwerkerzelt, in dem ein Farbkessel brodelt, ein Einhornbrettchenwebstuhl klappert und ein zweischäftiger Webstuhl aus dem Jahr 1777 zu sehen ist. Sehenswert sind auch die Flachsverarbeitung, das Fischernetzestricken, das Erntekronebinden, das Packen eines Heuschobers (Samstag ab 14 Uhr) und die Arbeit des Hufschmieds (Sonntag ab 13 Uhr). Was einst jeder Bauer beherrschte, wird am Samstag gezeigt: Das Dengeln der Sensen.

Geöffnet ist der Spreewälder Handwerker- und Bauernmarkt an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr. Ein buntes Rahmenprogramm präsentiert Traditionen, Trachten, Tänze und Musik. Die Kinder können sich auf der Erlebnishüpfburg "Bauernhof", beim Ponyreiten und bei Mal- und Bastelaktionen vergnügen. An beiden Tagen wird von 13 bis 17 Uhr der Film "Sommer im Spreewald" aus den 50er Jahren in der Heimatstube Burg gezeigt.

Quelle: PM Spree-Neiße