Vattenfall stoppt Umsiedlungsvorbereitungen in der Lausitz

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Wirtschaftsminister Dulig zum Stopp der Umsiedlungsvorbereitungen von Vattenfall

Den Stopp der Vorbereitungen für eine Umsiedlung von rund 1.700 Einwohnern in der Lausitz durch Vattenfall, nimmt Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig bedauernd zur Kenntnis. "Es ist eine betriebswirtschaftliche Entscheidung des Unternehmens. Aber wir sind nicht sehr erfreut darüber. Denn durch diese Entscheidung werden die Einwohner in Schleife und Trebendorf in ihren Erwartungen - die durch jahrelange Verhandlungen zu den geplanten Umsiedlungen und der vorgesehenen Erschließung von Nochten 2 bei ihnen geweckt wurden - maßlos enttäuscht."

Diese Enttäuschung wird umso größer sein, da sich die "unsicheren energiepolitischen Rahmenbedingungen" - womit Vattenfall den derzeitigen Ausstieg aus Nochten 2 begründet - gerade durch harte Verhandlungen zwischen dem Bund auf der einen Seite und Sachsen sowie den anderen Braunkohleförderländern auf der anderen Seite, vor einer endgültigen Klärung befinden. "Es gibt gute Aussichten, dass es kommende Woche im Bundeskabinett eine Lösung zur geplanten Kohle-Abgabe geben wird, welche Vattenfall die geforderte Sicherheit bietet", so Minister Dulig.

Deshalb ist es jetzt besonders wichtig für die Menschen im Revier, dass der Verkaufsprozess der Braunkohle-Sparte von Vattenfall reibungslos verläuft und vorangetrieben wird. Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Wir wollen dann mit dem neuen Eigentümer zügig über die Zukunft der Braunkohle in der Lausitz sprechen."

SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr