Streik im Einzelhandel Brandenburgs und Berlins

Streik im Einzelhandel Brandenburgs und Berlins

Nachdem die Tarifverhandlungen am vergangenen Dienstag ohne ein Angebot der Arbeitgeber zur Angleichung der Sonderzahlungen (Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld) für die Beschäftigten in Berlin Ost und Brandenburg an das Westberliner Niveau vertagt werden mussten, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten heute zu einem Warnstreik ab Arbeitsbeginn auf. Die Streikenden treffen sich zu Kundgebung und Demonstrationszug auf dem Potsdamer Platz in Berlin, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Mit einer Menschenkette auf dem früheren Mauerverlauf quer über den Potsdamer Platz zeigen die Streikenden, dass an dieser Stelle noch immer die Tarifmauer steht, die jetzt endlich niedergerissen werden muss. "Mehr als 25 Jahre nach Mauerfall sind einheitliche Tarifbedingungen im Einzelhandel in Ost und West längst überfällig", sagte Erika Ritter, Landesfachbereichsleiterin für den Handel bei ver.di Berlin-Brandenburg.

"Die Unterschiede bei den Sonderzahlungen, die bis zu 407 € betragen, sind durch nichts gerechtfertigt. Längst leisten die Ostbeschäftigten genauso viel wie im Westteil Berlins. Deshalb ist ihre Schlechterstellung vorenthaltener Lohn", so Ritter weiter.

Die Streikenden treffen sich ab 10 Uhr auf dem Platz vor dem S- Bahnhof Potsdamer Platz.

Quelle: PM ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft