Bauarbeiten für Ortsdurchfahrt Spremberg beginnen

1. Spatenstich die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt in Spremberg

Bauarbeiten für Ortsdurchfahrt Spremberg beginnen Verkehrsministerin Kathrin Schneider startet am Freitag (26. Juni) mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt in Spremberg. Das alte Einbahnstraßensystem wird abgelöst durch eine moderne Führung mit Kreisverkehr. Auch Fußgänger und Radfahrer bekommen bessere Bedingungen. Das Land Brandenburg finanziert das vier Millionen Euro teure Vorhaben mit 1,1 Millionen Euro Bundesmitteln und 500.000 Euro Landesmitteln.

Kathrin Schneider: "Spremberg rechtfertigt mit seiner Entwicklung den Titel "Perle der Lausitz". Auch die Ortsdurchfahrt ist dabei ein Thema. Die ungünstig verlaufenden Verkehrsströme werden neu sortiert und besser gestaltet. Davon profitieren auch die Fußgänger und Radfahrer. Besonders hervorzuheben ist, dass sich bereits während der Planung Bürgerinnen, Bürger und das lokale Behindertenwerk beteiligen konnten."

An den rund 1000 Metern Strecke wird drei Jahre gebaut werden, denn der Kreisverkehr verbindet 6 Straßen miteinander. Insgesamt werden rund 4 Millionen Euro investiert, vom Bund kommen 1,1 Millionen Euro und vom Land 0,5 Millionen Euro. Die Stadt beteiligt sich mit 1,3 Millionen Euro und der Wasserverband steuert rund 1 Million Euro bei. Anlieger und sonstige Beteiligte sind mit 100.000 Euro dabei. Um Eingriffe in die Natur auszugleichen werden 300.000 Euro investiert.

Innerhalb der als Einbahnstraßenring der B 156 ausgebildeten Straßenzüge sind die L 471, der zentrale Busbahnhof sowie eine Vielzahl kommunaler Straßen an das überregionale Netz angebunden. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Richtungsänderungen, Ortsfremden fällt es schwer, sich zu orientieren. Der Einbahnstraßenring bildet eine Barriere, die auch für Radfahrer und Fußgänger ungünstig ist. Bisher gibt es zu wenig Überwege. Ziele wie das Krankenhaus, Gebäude des Gymnasiums, der Busbahnhof oder das Rathaus werden durch die Bundessstraße getrennt.

Die Lösung wird ein großer Kreisverkehr mit 6 Ästen sein, der den Verkehr zugleich bündelt und verteilt. Alle weiteren Kreuzungen werden als Einmündungen umgestaltet und das Einbahnstraßennetz aufgehoben. Fußgänger und Radfahrer bekommen durchgehende Wege. Das Vorhaben wurde in Abstimmung mit dem lokalen Behindertenwerk geplant. Die Wohn- und Lebensqualität in der Stadt wird steigen und es ergeben sich neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten. Die Lärm- und Schadstoffbelastung sinkt.

Die Planungskosten teilen sich die Stadt Spremberg und der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg jeweils zur Hälfte. Eine umfangreiche Bürger- und Gremienbeteiligung führte zu einem Umsetzungsbeschluss für ein gestalterisch aufgewertetes Bepflanzungskonzept "Spree am Berg". Die Versiegelungsbilanz ist positiv: Der Flächenanteil Straße sinkt, der Anteil an Straßengrün steigt um 1000 Quadratmeter.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg