Südbrandenburg - Landrätetreffen in Mühlberg

Treffen der Landräte aus den drei südlichen Landkreisen Brandenburgs

Landrat Heinrich-Jaschinski begrüßte Amtskollegen aus Südbrandenburg im Reformationsmuseum Mühlberg

Die Elbestadt Mühlberg war am 19. Juni Zielort des gemeinsamen Treffens der Landräte aus den drei südlichen Landkreisen Brandenburgs. Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski begrüßte zusammen mit seiner Frau, der Landtagsabgeordneten Anja Heinrich, die Landratskollegen Harald Altekrüger (Spree-Neiße) und Siegurd Heinze (Oberspreewald-Lausitz) zur mittlerweile vierten Zusammenkunft dieser Art, an der auch die Ehepartner der Landräte teilnahmen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Gespräche standen diesmal aktuelle politische Fragen, es ging um die weitere Ertüchtigung des Hafens Mühlberg und um nächste Arbeitsschritte bei wichtigen Verkehrsprojekten in der Region Südbrandenburg. Darüber hinaus nutzte Christian Heinrich-Jaschinski die Gelegenheit, das neu eröffnete Museum "Mühlberg 1547" vorzustellen. Letzteres wird in einem gemeinsamen Verbund zwischen dem Landkreis Elbe-Elster und den Städten Doberlug-Kirchhain und Mühlberg/Elbe betrieben. Dazu gehören außerdem die Kreismuseen in Finsterwalde und in Bad Liebenwerda sowie das in diesem Jahr aufzubauende Museum im Schloss Doberlug - dem Schauplatz der erfolgreichen Landesausstellung 2014 mit rund 100.000 Besuchern. "Mit der Kooperationsvereinbarung ist eine erfolgreiche Museumsarbeit an allen vier Standorten gesichert. Dazu wurden in den zurückliegenden Jahren viele Investitionen vorgenommen, die sowohl der kulturellen Bildungsarbeit als auch der touristischen Ausstrahlung der Einrichtungen zugute kommen", erläuterte Landrat Heinrich-Jaschinski.

Das neue Museum "Mühlberg 1547" stieß sofort nach der Eröffnung Ende April auf lebhaftes Besucherinteresse aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus. An diesem Wochenende wird anlässlich der 48-Stunden-Aktion des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg zusammen mit dem Landkreis sowie der Sparkasse Elbe-Elster bereits der 5.000 Besucher in Mühlberg erwartet. Die Propstei wurde vor der Museumseröffnung drei Jahre lang aufwendig saniert und ist nun nicht nur Ausstellungsort, sondern insbesondere durch die großformatigen Wand- und Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert zugleich das größte "Exponat". Ein Großteil der Dauerausstellung widmet sich der Schlacht bei Mühlberg. Eine Medieninszenierung, die die Ereignisse aus drei unterschiedlichen Perspektiven vorstellt, bildet den Mittelpunkt. Anhand von Mühlberger Glaubenszeugnissen, wie liturgischen Handschriften, einem Reliquienschatz oder kunsthistorisch wertvollen Heiligenfiguren, wird die Reformation in ihren lokalen Erscheinungen gezeigt.

Der zweite Schwerpunkt des neuen Museums widmet sich weiteren Aspekten der spannenden Geschichte der Stadt. Zu erzählen gibt es vieles: die Anfänge der Stadt durch Burg und Schloss, die wechselnde Länderzugehörigkeit, das Leben am Fluss mit Handwerk und Hochwasser und auch die Erinnerung an das Kriegsgefangenen- und Speziallager.

Möglich wurde die Neugestaltung des Museums "Mühlberg 1547" durch die Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Kommunalen Kulturinvestitionsprogramms des Landes Brandenburg, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Land Brandenburg, den Landkreis Elbe-Elster und die Stadt Mühlberg. Großzügige Unterstützung leisteten zudem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Elbe-Elster, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die Rudolf-August-Oetker-Stiftung. In die Sanierung flossen darüber hinaus Städtebau-Fördermittel. Insgesamt wurden über zwei Millionen Euro in die museale Einrichtung investiert.

Heutzutage ist die Stadt Mühlberg ein ganz besonderes Kleinod mit einer beeindruckenden Altstadt, zu der auch das aus dem 13. Jahrhundert stammende Kloster sowie die Propstei gehören. Davon konnten sich die Gäste aus Südbrandenburg bei einem ausführlichen Stadtrundgang im Beisein von Bürgermeisterin Hannelore Brendel selbst ein Bild machen.

Foto Pressestelle Kreisverwaltung: Der markante gotische Schmuckgiebel weist den Weg zur Propstei, in der sich das neue Museum "Mühlberg 1547" befindet. Dort informierten sich die Landräte und Ehepartner über die neue Dauerausstellung v.l.n.r.: Mühlbergs Bürgermeisterin Hannelore Brendel, Elbe-Elster Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und die Landtagsabgeordnete Anja Heinrich, Landrat Siegurd Heinze (Oberspreewald-Lausitz), Roswitha Altekrüger und Landrat Harald Altekrüger (Spree-Neiße).

Quelle: Landkreis Elbe-Elster