Lübbenau - Spreewaldverein e.V. feiert 20. Vereinsjubiläum

Kahn hilft der Gurke zur Prominenz und umgekehrt: Lobby für den Spreewald feiert 20. Vereinsjubiläum

Kahnfahrt im Spreewald Lübbenau - Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger wird am kommenden Montag (22. Juni) im Rahmen eines Empfangs in der Lübbenauer Stadtverwaltung dem Spreewaldverein e.V. zu seinem 20. Gründungsjubiläum gratulieren. Für Weggefährten aus der Gründerzeit, Vereinsmitglieder sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft bietet sich die Gelegenheit, Rückschau auf eine bewegte, vor allem aber erfolgreiche Entwicklung des Spreewalds zu halten.

Vogelsänger: "In den zwei Jahrzehnten seit Gründung des Vereins 1995 ist dank des Engagements der Mitglieder viel passiert. So konnten nach der Wende nicht nur die touristischen Angebote im Kernspreewald bewahrt und ausgeweitet werden. Gerade auch im Spreewald-Randbereich ist es durch den Ausbau der Infrastruktur gelungen, Besucher in die Region zu holen. Heute zählt der Spreewald zu den attraktivsten Reisegebieten in Deutschland." Das Brandenburger Agrarministerium hat diese Entwicklung von Anfang an aktiv begleitet.

Der Spreewaldverein e.V. vertritt die Interessen von Kommunen, Vereinen, Unternehmen und Institutionen in der Region. Er organisiert den Prozess der ländlichen Entwicklung, unterstützt die Vernetzung von Akteuren im Wirtschaftsraum Spreewald und setzt sich für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen in den Städten und Gemeinden ein. Dazu gehören sowohl die Stärkung der ländlichen Wirtschaft und des Tourismus als auch die Unterstützung in anderen Lebensbereichen wie Soziales, Kultur und den Naturschutz.

Die Initiierung regionaler Partnerschaften unter der Dachmarke Spreewald und die ländliche Entwicklung des Spreewalds sind die Kernkompetenzen des Vereinstätigkeit. Der Spreewaldverein ist Inhaber der der regionalen Dachmarke Spreewald. Diese ist seit langem ein Markenzeichen für die Region, nicht nur seit dem Film "Good bye Lenin", der die berühmte Spreewaldgurke filmisch in Szene setzte.

Der seit 1999 geltende EU-weite Schutz der Spreewaldgurke und des Spreewald-Meerrettichs als regionale Spezialität geht auf die Initiative des Spreewaldvereins zurück.

Seit Beginn der EU-Förderung in Brandenburg im Jahr 1991 bis jetzt wurden im Spreewald mehr als 160 Millionen Euro Fördermittel für Projekte der ländlichen Entwicklung eingesetzt. Allein in der Förderperiode 2007 - 2013 konnten zur Umsetzung von Vorhaben auf der Grundlage der ILE/LEADER-Förderrichtlinie 46 Millionen Euro bewilligt werden. Dazu kommen Fördermittel des Bereiches Naturschutz, die Mittel der Agrarförderung und Mittel aus anderen Ressorts der Landesregierung.

Mit Hilfe der Mittel aus den EU-Agrarfonds wurden zum Beispiel rund um die Schinkelkirche das historische Ortsbild in Straupitz aufgewertet, der Kahnhafen in Schlepzig ausgebaut, der Weidendom in Burg und der Ausbau von Kahnfahrten in Burg und Schlepzig finanziert. Auf der Grundlage eines speziellen EU-Förderprogramms bekommen - vor allem in Lehde und Leipe - Bauern eine Unterstützung für den Erhalt der spreewaldtypischen Landwirtschaft.

Vogelsänger: "Aber was nutzen die besten Förderprogramme, wenn nicht Menschen vor Ort mit guten Ideen, guten Projekten und viel Begeisterung die bereitgestellten Mittel zum Wohl der Region umsetzen? Der Spreewaldverein e.V. hat sich in all den Jahren als verlässlicher und aktiver Partner erwiesen. Dafür möchte ich Ihnen heute danken. Bleiben Sie auch weiter die Lobby der Region. Wir haben gemeinsam viel erreicht, aber es gibt noch viel zu tun."

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg