Projekt *Türöffner: Zukunft Beruf*

Zukunft Beruf - Brandenburger Netzwerk für Jugendliche

"Türöffner: Zukunft Beruf - Brandenburger Netzwerk für Jugendliche" startet 2016 landesweit

Das Projekt "Türöffner: Zukunft Beruf" wird ab kommenden Jahr landesweit umgesetzt. Dafür stehen bis zum Jahr 2020 insgesamt 16,25 Millionen Euro zur Verfügung. 13 Millionen davon stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 3,25 Millionen Euro vom Land. Das teilte heute Bildungsminister Günter Baaske in Storkow (LOS) anlässlich des Abschlusses des dortigen Türöffner-Pilotprojektes mit, das im Jahr 2013 gestartet wurde. "Türöffner" unterstützt Jugendliche bei der Berufsorientierung und trägt zur Fachkräftesicherung bei.

Im Rahmen von "Türöffner: Zukunft Beruf" wird Jugendlichen geholfen, ihren Weg in die berufliche Zukunft zu finden. Es soll landesweit allen Schülerinnen und Schülern ab der Sekundarstufe I sowie Auszubildenden offen stehen.
Geplant ist, dass in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt eine lokale Koordinierungsstelle das Programm umsetzt. Die Koordinierungsstellen sollen auch Anlaufstelle für Eltern, Lehrerkräfte oder Ausbildungsbetriebe sein, die Informationen rund um das Thema Übergang Schule-Beruf brauchen. "Türöffner" hilft auch, Auszubildenden zu Beginn ihrer Lehre die neuen Herausforderungen zu meistern und ihre Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.
Baaske: "Wir wollen den Übergang Schule-Beruf besser ebnen. Viele sind sich unsicher bei der richtigen Berufswahl oder merken erst in der Ausbildung, dass sie Unterstützung benötigen Über eine Koordinierungsstelle werden Jugendliche auf ihrem Weg in die richtige Richtung gelotst. Wir wollen verhindern, dass die Schulausbildung oder eine Lehre abgebrochen wird.".

Hintergrund ist, dass derzeit 3,1 Prozent aller Schülerinnen und Schüler - jedoch ohne Förderschulen - die Schule ohne regulären Abschluss verlassen; 18 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung ohne erfolgreichen Abschluss beenden. 29 Prozent lösen ihren Ausbildungsvertrag aus unterschiedlichen Gründen vorzeitig auf.
Günter Baaske: "Vor allem diese jungen Menschen wollen wir erreichen, um ihre Zukunftschancen zu verbessern. Für sie bieten wir ein flächendeckendes Übergangsmanagement. Angesichts der demografischen Entwicklung und des steigenden Fachkräftebedarfs werden gute Bildungsabschlüsse, gemeisterte Übergänge und erfolgreiche Berufseinstiege immer wichtiger. Wir wollen keinen Jugendlichen zurücklassen und Ausbildungsabbrüche verhindern. Wir möchten den Jugendlichen die passende persönliche und auch berufliche Starthilfe geben. Der "Türöffner"-hilft ihnen dabei, den Fuß in die passende Tür zu bekommen."

Die Oberschulen und Oberstufenzentren spielen dabei mit ihrer Berufsorientierung eine wichtige Rolle als "Türöffner". Sie übernehmen eine wichtige Scharnierfunktion beim Übergang von der Schule in die Ausbildung.

Mit dem Türöffner-Projekt in Storkow an der Europa-Oberschule wurden Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung und während der Ausbildung gezielt unterstützt. Eine lokale Koordinierungsstelle sorgte dafür, dass den Jugendlichen qualifizierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Seite standen.

Dieser niedrigschwellige Ansatz startete im Oktober 2013. In der Projektlaufzeit bis 31. März 2015 wurden insgesamt 80 Jugendliche beraten. Auch in Potsdam, Neuruppin und Seelow gab es Pilotprojekte. Baaske: "Auf diesen Erfahrungen bauen wir unser Landesprogramm auf. Ich bin sicher, dass wir vielen Jugendlichen helfen werden, gut in den Beruf zu starten."

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg