Oberlausitz: Oder- Neiße- Radweg freigegeben

Oder- Neiße- Radweg freigegeben

Oder- Neiße- Radweg nach Hochwasser wieder uneingeschränkt nutzbar

Fast fünf Jahre nach der Verwüstung durch die Wassermassen der Neiße ist am 2. Juni der Teilabschnitt des Oder- Neiße- Radweges zwischen Hirschfelde, Rosenthal und dem Kloster St. Marienthal in Ostritz wieder uneingeschränkt für Radfahrer und Fußgänger freigegeben worden.

Die Städte Ostritz und Zittau haben in den zurückliegenden Jahren als Auftraggeber große Anstrengungen unternommen, um die Fördermöglichkeiten des Freistaates Sachsen zur Beseitigung von Hochwasserschäden zu nutzen und die Baumaßnahmen zur Wiederherstellung des Radweges zu verwirklichen. Neißeradweg Dankeschön Landrat Bernd Lange dankte allen Akteuren für ihr Engagement (s. Bild). So hatten das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Fördermittel bereitgestellt und die Fachämter und Mitarbeiter im Landratsamt das Ganze koordiniert. Nach dem symbolischen Banddurchschnitt stieg der Landrat mit Mitstreitern, aber auch radbegeisterten Senioren, die sich eingefunden hatten, aufs Rad, um nach Hirschfelde/Rosenthal zu fahren.

Insgesamt wurden Baukosten in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro für den drei Meter breiten und über 6,5 km langen Radweg, sowie den Ersatzneubau zweier Stützwände und einer Böschungssicherung eingesetzt. Als bauausführende Firma konnte die OSTEG Bau GmbH aus Zittau die planerischen Vorgaben des Ingenieurbüros IB Jungmichel, ebenfalls aus Zittau, in gewohnt guter Qualität umsetzen. Die ungünstige Erreichbarkeit des Bauabschnittes im Neißetal und die Einschränkungen und Auflagen durch die Lage der Baustelle im Naturschutzgebiet stellten die Bauleute oft vor technologische Probleme und wirkten sich auch auf die Bauzeit aus.

Der Radweg erhielt nunmehr auf der gesamten Länge eine Asphaltbefestigung und teilweise einen besser tragfähigen Unterbau, damit auch Kontrollfahrten der Landestalsperrenverwaltung möglich sind und der Einsatz von entsprechender Technik für die Unterhaltung der Anlagen erfolgen kann. Die Mehrversiegelung von Flächen wurde durch umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Unter anderem wurden dabei Teile einer ebenfalls vom Augusthochwasser 2010 in Mitleidenschaft gezogenen Kleingartenanlage in Hirschfelde zurückgebaut und rekultiviert, Aufforstungen vorgenommen und ein Laichgewässer geschaffen.

BU: Von links nach rechts: Landrat Lange, Dezernent Werner Genau, Schwester Elisabeth vom Kloster St. Marienthal, Marion Prange (Bürgermeisterin stritz), Arnd Voigt (Oberbürgermeister Zittau), Frank Scholze (Geschäftsführer OSTEG).

Quelle: PM Landkreis Görlitz