Streik in Kitas und Horten geht ab 1. Juni weiter

ver.di - Streik in Kitas und Horten

Kita-Streik wird forgesetzt - Kundgebung am 1. Juni in Calau

Der Streik in den kommunalen Kitas und Horten wird am 1. Juni 2015 in Königs Wusterhausen, Schönefeld, Wildau, Zeuthen, Schulzendorf, Eichwalde, Bestensee, Teupitz (Landkreis Dahme-Spreewald) und in Vetschau, Lübbenau und Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) unbefristet fortgesetzt.

Aufgrund der angespannten Situation zwischen den Arbeitgebern und den Gewerkschaften haben die streikenden Erzieherinnen und Erzieher in Vetschau, Lübbenau und Calau entschieden, die Feiern zum Kindertag nachzuholen, sobald der Tarifkonflikt beigelegt ist. Die Streikenden wollen den Kindertag nicht einfach ausfallen lassen. Am 1.Juni sollten die Kinder im Mittelpunkt stehen. Dies ist aber bei der Tarifauseinandersetzung und den Diskussionen über den Streik nicht möglich. Erst nach einer Tarifeinigung ist es möglich, wieder mit Spaß und Freude gemeinsam mit den Kindern zu feiern.

Am Montag, den 1. Juni gibt es um 11 Uhr in Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) vor dem Rathaus auf dem Platz des Friedens eine Kundgebung der streikenden Erzieherinnen und Erzieher aus Vetschau, Lübbenau und Calau.

Die streikenden Erzieher/innen im Landkreis Dahme-Spreewald hatten am Donnerstag, den 28. Mai und am Freitag den 29. Mai die Bürgermeister der Gemeinden Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf, Wildau, Königs Wusterhausen, Teupitz und Bestensee aufgesucht und den Bürgermeistern der Gemeinden einen Brief der Streikenden überreicht.

Fast alle Bürgermeister und deren Vertreter zeigten sowohl Interesse als auch Verständnis für die Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher und sicherten ihnen Unterstützung zu. Die Bürgermeisterin von Zeuthen Beate Burgschweiger (SPD) und der Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) von Königs Wusterhausen hatten trotz angespannter Haushaltslage ein offenes Ohr für die Probleme der streikenden Mitarbeiter.

Enttäuschend war die Reaktion des Wildauer Bürgermeisters Dr. Uwe Malich (Die Linke). Anders, als die streikenden Erzieherinnen und Erzieher es von einem linken Politiker erwartet hatten, zeigte Dr. Uwe Malich für die Aufwertung sozialer Berufe wenig Verständnis und wies auf die noch schlechteren Verdienstmöglichkeiten anderer Berufsgruppen hin, die von den Vorteilen einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst nicht profitieren.

Die Streikenden Danken den Bürgermeistern, die das Anliegen der Erzieherinnen und Erzieher unterstützen.

Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft