Sächsische und polnische IT-Cluster im Dialog

Wirtschaftskonferenz für IT-Cluster und Branchenorganisationen aus Sachsen und Niederschlesien

Gestern fand in Breslau die Wirtschaftskonferenz für Cluster und Branchenorganisationen aus Sachsen und Niederschlesien im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik statt. Ziel des Zusammentreffens ist es, die digitalen Kompetenzen beider Länder zu verzahnen.

"Mit der Digitalisierung der Wirtschaft erfolgt gerade die größte Transformation seit Jahrzehnten - und ein Prozess, der voller Chancen aber auch Herausforderungen steckt", betonte Stefan Brangs, Staatssekretär für Arbeit und Beauftragter der sächsischen Staatsregierung für Digitalisierung.
"Um das Potenzial zu nutzen und die Herausforderungen gemeinsam zu lösen, müssen die Cluster der IT-Wirtschaft in Europa zusammenarbeiten. Mit dieser Wirtschaftskonferenz bei unseren polnischen Nachbarn und ersten Kooperationen haben wir gemeinsam einen ersten Schritt dazu getan. Ich bin mir sicher, dass sich heute weitere Anknüpfungspunkte ergeben werden."

Innerhalb des Programms "Digital Poland 2014-2020" arbeitet die polnische Regierung an einer verstärkten Digitalisierung von Verwaltungsstrukturen. Kernaspekte dabei sind der Ausbau des High-Speed-Internets und die Erstellung von nutzerfreundlichen E-Government-Anwendungen. Bei der Umstellung setzen die polnischen Cluster und Netzwerke der IT-Branche auf das Know-how internationaler Partner - und auch auf das der Sachsen.

Der sächsische Software-Standort entwickelt sich dynamisch - allein zwischen 2012 und 2014 stiegen die Umsätze um 60 Prozent, die Anzahl der Betriebe um zehn Prozent. Über 2.200 Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit etwa 58.000 Beschäftigten arbeiten an der Zukunft innerhalb der sächsischen Mikroelektronik-/IKT-Branche. In den sächsischen Clustern wie Silicon Saxony, Software Saxony oder dem Cluster IT Mitteldeutschland arbeiten die Unternehmen eng vernetzt an innovativen Technologien und Lösungen, fördern internationale Kooperationen und stärken so den Wirtschaftsstandort Sachsen.

"Mit den von uns gegründeten und getriebenen Initiativen wie Silicon Germany und Silicon Europe haben wir einen Beitrag geleistet, das Cluster Silicon Saxony zu internationalisieren", sagt Frank Bösenberg, Geschäftsführer der Silicon Saxony Management GmbH, einer Tochter des Silicon Saxony e.V. "Mit unserer Arbeit ist es uns auch auf europäischer Ebene in kurzer Zeit gelungen, als wichtiger Ansprechpartner für Themen rund um Mikroelektronik, Software und IT akzeptiert zu werden", so Bösenberg weiter.

Hintergrund:

Für 2015 wird weltweit weiterhin ein Wachstum des IKT Marktes von 4 bis 6 Prozent gegenüber 2014 erwartet. Der Europäische Marktanteil liegt relativ stabil bei 21 Prozent.
Sachsen ist der bedeutendste Standort der Mikroelektronikproduktion Europas, der Herstellung von wichtigen Elementen der Hardware in Europa.

Die Wirtschaftskonferenz für IT-Cluster ist ein wichtiger Baustein der grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Ziel ist die gegenseitige Information und Vernetzung von Clustern als Multiplikatoren insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr