20. Tag der offenen Sanierungstür in Görlitz

Stadt Görlitz

Görlitzer Altstadt-Hotels stehen im Mittelpunkt vom 20. Tag der offenen Sanierungstür am 21. Juni

Die neue Altstadt-Zeitung ist da, gerade rechtzeitig zum Jubiläum. Denn am 21. Juni gibt es das 20. Mal einen "Tag der offenen Sanierungstür". Ein guter Grund, um nicht nur in der Altstadt-Zeitung zu zeigen, dass Görlitz zum Staunen und Bewundern, sondern eben durchaus auch zum Verweilen einlädt.

Viele Hotels sind in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten entstanden, jedes hat seinen eigenen Charme. Und jedes für sich ist sehenswert. Am Sanierungssonntag sollte man sich einmal davon überzeugen können. Dachten die Stadtsanierer und standen sich damit erst mal selbst im Wege. Denn wenn sie einmal im Jahr Dutzende Sanierungstüren öffnen, dann ist in Görlitz kaum noch ein Hotelbett für "Besichtigungen" frei. Die Hoteliers der Altstadt suchten und fanden Kompromisse, um den Schaulustigen bei laufendem Hotelhochbetrieb dennoch seltene und interessante Einblicke in ihre Häuser zu gewähren.

Doch damit lange nicht genug. Auch viele Wohngebäude stehen wie gewohnt vor, während und nach der Sanierung für neugierige Blicke offen. Ebenso die Jugendherberge und der neu gestaltete Hof der Mittelschule auf der Elisabethstraße. Insgesamt weit über 30 Anlaufpunkte warten am 21. Juni auf viele interessierte Besucher.

Am zentraler Infopunkt auf der Brüderstraße 9 (Kulturservice) sollen Planungen der Verkehrsführung um den Postplatz ebenso wie erste Ideen zur Entwicklung der Infrastruktur in der westlichen Innenstadt in den Jahren 2016-2022 im Rahmen der EFRE-Maßnahme "Brautwiesenbogen zur lebhaften Diskussion anregen. Wertvolles Filmmaterial erinnert an gleicher Stelle an das ruinierte Görlitz kurz nach der Wende und den mutigen Beginn der Stadtsanierung.

Die Eröffnung findet um 10 Uhr auf dem Untermarkt statt, mit einem einstündigen Jubiläumskonzert der Musikschule Fröhlich.

185 Millionen Euro investierten Bund, Freistaat Sachsen und Stadt Görlitz seit 1992 in die Sanierung von Alt- und Innenstadt. "Bedenkt man, dass ein Euro an Fördermitteln weitere fünf bis acht Euro an privaten Investitionen auslöst, wird deutlich: Der sichtbare Erfolg im Stadtbild wäre ohne das enorme Engagement privater Bauherren undenkbar gewesen.", zeigt sich Oberbürgermeister Siegfried Deinege dankbar gegenüber allen, die "das Gesicht unserer Stadt so positiv verändert haben".

Rückschau, aber auch eine Ausschau dürfen die Besucher vom diesjährigen Tag der offenen Sanierungstür erwarten. Uwe Berndt, Sachgebietsleiter im Amt für Stadtentwicklung und von der ersten Sanierungsstunde in Görlitz ganz vorn dabei, bringt das komplexe Thema auf den Punkt: "Neue Herausforderungen, unter den Stichworten energetische Stadtsanierung, demographischer Wandel, Stadtumbau/Stadtschrumpfung, knapper werdende Förder-/Finanzierungsmittel, stehen vor uns. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam, mit den vielen Erfahrungen der letzten 25 Jahre Stadtsanierung, getragen von der breiten Unterstützung der Bevölkerung sowie der Politik auch diese Aufgaben zum Wohl unserer Stadt meistern werden. Ihre Beteiligung sowie Mitwirkung am und im Prozess der Stadtentwicklung wird darüber mit entscheiden, wie schnell wir weitere positive Beispiele gelungener Stadtsanierung zu einem Großen und Ganzen zusammenfügen können. Stadtsanierung ist eine Daueraufgabe, sie fordert und bindet zugleich ganze Generationen."

Quelle: PM Stadt Görlitz