Spreewald - Streik in Kitas und Horten geht unbefristet weiter

Streik in den Kitas und Horten in Lübbenau und Vetschau

Streik in den Kitas und Horten ab 26. Mai in Vetschau und Lübbenau, ab 27. Mai im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald

Der Streik in den Kitas und Horten geht am 26. Mai 2015 in Lübbenau und in Vetschau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) unbefristet weiter. Seit dem 20. Mai 2015 sind die Beschäftigten der Kitas in Lübbenau und Vetschau im Streik. Auf einer gemeinsamen Streikdemo mit den streikenden Beschäftigten des Lübbenau Betriebes Kaufland-Logistik vor dem Rathaus in Lübbenau haben die Erzieherinnen und Erzieher ihre Forderung nach mehr Anerkennung und Aufwertung Ihres Berufes bekräftigt.

35 Kitas und Horte in den Städten und Gemeinden Eichwalde, Königs Wusterhausen, Wildau, Schulzendorf, Zeuthen, Schönefeld, Bestensee und Teupitz (alle Landkreises Dahme-Spreewald) werden ab dem 27. Mai 2015 in den unbefristeten Streik gerufen. Erzieherinnen und Erzieher von rund 24 Kitas hatten sich schon für 3 Tage vom 11. Mai bis zum 13. Mai 2015 am Kita-Streik beteiligt und gehen jetzt ab dem 27. Mai 2015 in den unbefristeten Streik.

In fünf Verhandlungsrunden mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes über zwei Monate - vom 25. Februar bis zum 21. April 2015 - kein Angebot vorgelegt. Stattdessen haben die Arbeitgeber von Anfang an betont, für eine Einkommensverbesserung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst gebe es keinen Grund.

Auch seit der letzten Verhandlungsrunde am 21. April 2015 hat die VKA kein Angebot unterbreitet. Die VKA ist stattdessen in Bewegungslosigkeit erstarrt und hat es noch nicht einmal für nötig befunden, ihre Mitgliederversammlung, auf der "grünes Licht" für echte Verhandlungsangebote gegeben werden könnte, zeitnah einzuberufen. Die VKA-Mitgliederversammlung findet jetzt am 28. Mai 2015 statt Die Arbeitgeber setzen nach den Worten ihres Präsidenten darauf, den Streik der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst „auszuhungern".

Daher hatten sich die streikenden Beschäftigten auf einer bundesweiten Streikversammlung 20. Mai 2015 für die unbefristete Fortsetzung der Streiks ausgesprochen.

Hintergrund:

Im Land Brandenburg sind 85% der Erzieherinnen und Erzieher nur in Teilzeit beschäftigt. Eine Erzieherin mit einer Arbeitszeit von 30 Stunden pro Woche und 8jähriger Beschäftigungszeit erhält nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) ein monatliches Entgelt in Höhe von 2.210 EUR brutto. Daraus ergibt sich in den Steuerklassen 1 und 4 ein monatliches Nettoentgelt von rund 1.422 EUR netto.

Weitere Infos: www.soziale-berufe-aufwerten.de

Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft