Spatenstich für Großinvestition Borbet in Ostsachsen

Borbet Autoteile-Hersteller plant neues Werk in der Oberlausitz

Baubeginn für neues Werk von Borbet stärkt Region und Autoland

Kodersdorf (13. Mai 2015) - Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat die Großinvestition des Autoteile-Herstellers Borbet in Ostsachsen begrüßt.

"Mit der Ansiedlung gewinnt das Autoland Sachsen ein neues Glied in einer langen und stabilen Wertschöpfungskette", sagte Tillich am Mittwoch beim Spatenstich für das neue Werk der Unternehmensgruppe in Kodersdorf bei Görlitz.

Er verwies zugleich auf große Erfahrungen und Kompetenzen auf dem Gebiet des Leichtbaus in Sachsen. In der Nachbarschaft des neuen Werkes werden an einem Standort der Dresdner Elbe Flugzeugwerke Leichtbau-Bodenplatten in Airbus-Maschinen montiert. Dresden selbst gilt mit mehr als 1.000 Experten als die Hauptstadt des deutschen Leichtbaus.

Die Unternehmensgruppe Borbet mit insgesamt rund 4.000 Beschäftigten weltweit will in Kodersdorf in der Lausitz eine Produktionsstätte zur Fertigung von Leichtmetallrädern für die Automobilindustrie errichten und dort zwischen 300 und 400 neue Stellen schaffen.

Tillich sagte: "Die Arbeits- und Ausbildungsplätze, die hier entstehen, sind gerade für junge Oberlausitzer einmal mehr ein Signal: Es lohnt sich, in der Heimat zu bleiben oder in sie zurückzukommen. Hier gibt es Chancen auf attraktive Jobs."

Borbet mit Hauptsitz in Hallenberg-Hesborn hatte aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Leichtmetallrädern für PKWs nach einem weiteren Produktionsstandort gesucht. Bei der Standortauswahl setzte sich dann Kodersdorf gegen harte Konkurrenz weltweit durch. Überzeugen konnte der Ort in der Lausitz insbesondere mit einer sehr guten Infrastruktur und dem in der Region vorhandenen Wissen und Können sowie den hochqualifizierten und motivierten Fachkräften.

In Sachsen sind direkt und indirekt 750 Unternehmen mit rund 70.000 Beschäftigten in der Automobilindustrie tätig. Jedes zehnte in Deutschland gefertigte Auto kommt heute aus dem Freistaat.

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei