Warnstreik bei Kjellberg Finsterwalde

Warnstreik bei Kjellberg Finsterwalde

Kjellberg in Finsterwalde reagiert mit Aussperrung auf Warnstreik

Die IG Metall rief die Beschäftigten von sechs Betrieben der Kjellberg-Gruppe am 6. Mai zum Warnstreik auf, da die Übernahme der Tarifergebnisse aus der Metall- und Elektroindustrie abgelehnt und ein aussichtsreicher Kompromiss von den Gesellschaftern nicht akzeptiert wurde. Das demokratische Grundrecht auf Arbeitsniederlegung, wurde mit einer anschließenden Aussperrung der Streikteilnehmer im Frage gestellt.

Dem Aufruf der IG Metall sind trotz der angekündigten Maßregelung über 200 Beschäftigte gefolgt. Die Arbeitnehmer ließen sich nicht einschüchtern und brachten ihren Unmut über das Vorgehen deutlich zum Ausdruck . Aussperrungen sind sehr selten und in diesem Fall von Kjellberg als Reaktion auf einen Warnstreik total überzogen. Selbst die Arbeitgeber von BDA und Gesamtmetall sprechen ja davon, dass die Aussperrung ein Relikt aus alter Zeit sei.

Die Arbeitgeberseite und die Gremien der Gesellschafter reagierten auf 2,5 Stunden Warnstreik mit 6 Stunden Aussperrung! In dieser Zeit wird den Beschäftigten die Arbeitsaufnahme verweigert und kein Entgelt gezahlt. Dies ist umso ungewöhnlicher, als Kjellberg sich als einen sozialen Arbeitgeber darstellt, wo einige Gesellschaftervertreter und Vorstände selbst Gewerkschaftsmitglieder sind, und vor einigen Monaten sogar eine Straße nach dem Vorsitzenden des Kuratoriums benannt wurde.

Quelle: IG Metall Cottbus / Südbrandenburg