Mindestlohn - Weniger Bürokratie, weniger Generalverdacht

IHK Ostbrandenburg befragte Unternehmen zum Mindestlohn

"Die Unternehmer versuchen die Belastungen durch den Mindestlohn markt- und rechtskonform auszubalancieren", beschreibt Gundolf Schülke, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg, das Stimmungsbild aus der Umfrage. "Es zeigt auch, dass einige Betriebe wegen der Mehrbelastungen Arbeitsplätze aufgeben werden."

40 Prozent der Unternehmer halten den Mindestlohn für wirtschaftlich machbar. 60 Prozent bekundeten durchaus Probleme damit zu haben. Nach Branchen betrachtet, ist der Mindestlohn bei Firmen aus dem Einzelhandel (71 Prozent) sowie Gastronomie/Tourismus (88 Prozent) wirtschaftlich eher nicht machbar. Die Frage, ob der Mindestlohn eher arbeitsplatzfördernd als -vernichtend wirkt, beantworteten 70 Prozent mit eher arbeitsplatzvernichtend. Die Verwaltungsaufwendungen sehen fast vier Fünftel als gestiegen an.

"Das Meinungsbild deckt sich mit zahlreichen Eindrücken aus Gesprächen, telefonischen Beratungen, Podiumsdiskussionen und Betriebsberatungen vor Ort", resümiert Gundolf Schülke. "Wir werden weiter um eine Nachjustierung des Mindestlohngesetzes ringen. Das Bemühen um weniger Bürokratie; weniger Generalverdacht für Unternehmer und mehr Sicherheit für Arbeitsplätze steht für uns als IHK dabei an vorderster Stelle."

Die IHK Ostbrandenburg hatte 154 Unternehmen befragt, von denen 44 Prozent geantwortet haben. Die Befragten waren unter den mehr als 600 Besuchern von Informationsveranstaltungen zum Mindestlohn der IHK Ostbrandenburg Ende 2014/ Anfang 2015. Die Befragung war in den Kalenderwochen 16 und 17. Mehr unter http://ihk-ost.de/uml

Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.

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