Neue Greenpeace-Studie: Ein weiteres grünes Märchen!

Greenpeace-Studie zu einer Zukunft für die Lausitz ohne Braunkohle

Wolfgang Rupieper, Vorsitzender des Vereins Pro Lausitzer Braunkohle in Cottbus Cottbus - Mit ihrer jüngsten Studie zu einer Zukunft für die Lausitz ohne Braunkohle macht der Greenpeace-Konzern seinem Ruf als Märchenerzähler einmal mehr alle Ehre. Fast wie beim Sterntaler fallen Milliardeninvestitionen vom Himmel, die Tausenden Lausitzern Beschäftigung bringen sollen. "Der Zynismus der Berufswiderständler aus der fernen Hafencity ist kaum noch zu überbieten.", betont Wolfgang Rupieper, Vorsitzender des Vereins Pro Lausitzer Braunkohle in Cottbus.

"Hier bei uns in der Lausitz geht es um echte Menschen, um Tausende von Familien, die sich um ihre Zukunft und ihre pure Existenz sorgen", so Rupieper. Die Rechenspiele von Greenpeace fernab jeglicher Realität sind ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen. Leider finden sie dennoch fast blind eine wilde Verbreitung in der öffentlichen Berichterstattung. Schlagzeilen gegen Braunkohle haben es aktuell leicht, da wird kaum noch kritisch hinterfragt. So schade es auch um die Zeit sei, empfahl Rupieper die Lektüre dieser Studie. "Mit ein wenig Reflektion ist sehr schnell zu erkennen, dass die vermeintlich frohe Botschaft vollkommen an den Haaren herbeigezogen ist."

Die Machart der Studie ist nicht nur nach Ansicht des Vereinschefs sehr schlicht. In der Studie definiert Greenpeace zuerst, wie viel Wind- und Sonnenenergieanlagen in Brandenburg und Sachsen gebaut werden sollen. Die notwendigen Kosten dafür ergeben die erforderliche Investition. Und aus dem Investitionsvolumen wird schließlich ein Beschäftigungseffekt errechnet, der alle wegfallenden Arbeitsplätze in der Braunkohle kompensiert. Nach der entscheidenden Erkenntnis, wer diese Investitionen tätigen soll, wie sie sich rechnen und wie realistisch ihre mögliche Umsetzung überhaupt ist, sucht man aber vergebens.

Nur ein paar Beispiele: Während das Land Brandenburg sich schon heute mit beispiellosem Widerstand beim Ausbau der Windenergie konfrontiert sieht, legt Greenpeace mal eben eine Verdreifachung der installierten Leistung fest. In Sachsen geht es sogar um einen Ausbau um den Faktor 5. Ähnliche Zuwächse werden bei der Photovoltaik unterstellt. Kostenpunkt für das Ganze: knapp 16 Milliarden Euro. Gestemmt werden müsse das übrigens laut Greenpeace "von Vattenfall und anderen Akteuren in der Region" (S. 45).

"Schon die Grundannahmen sind kompletter Unsinn und gehen meilenweit an der Realität vorbei. Dann werden Akteure der Energiewirtschaft als Investoren aus dem Hut gezaubert, die es gar nicht gibt oder deren wirtschaftliche Interessen in keiner Weise dem entsprechen, wozu Greenpeace sie gern in Geiselhaft nehmen würde." wundert sich Rupieper über diese Augenwischerei.

Interessant sei auch der Umgang mit Aspekten, die wirklich eine Rolle spielen könnten. Was zum Beispiel bedeutet der Kohleausstieg für die Versorgungssicherheit? Die Antwort der Autoren: "Nicht berücksichtigt wird an dieser Stelle die Frage der Versorgungssicherheit" (S.29). Ebenso wäre wichtig, ob die neuen Arbeitsplätze wirklich in der Lausitz entstehen - und ob sie tatsächlich nachhaltig und gut bezahlt sind und mit Synergieeffekten auf eine breit gefächerte Industrieregion ausstrahlen. Genau das ist in der Lausitzer Braunkohleindustrie der Fall. Um diese Frage zu beantworten wären, wie es heißt "umfangreiche Recherchen und empirische Erhebungen" erforderlich gewesen, "welche im Rahmen dieser Studie nicht durchgeführt werden konnten" (S. 35).

Rupieper abschließend: "Es ist bedauerlich, dass sich immer wieder Institutionen finden, die solch einer Augenwischerei einen wissenschaftlichen Anstrich geben. Hier in der Lausitz kämpfen die Menschen immer mehr um ihre Heimat und ihre Existenz. Das wird augenscheinlich auch ein Kampf um die energiepolitische Vernunft unseres Landes."

Weitere Informationen: www.pro-lausitz.de bzw. www.prolausitzerbraunkohle.de

Foto: Wolfgang Rupieper, Vorsitzender des Vereins Pro Lausitzer Braunkohle in Cottbus

Quelle: PM Pro Lausitzer Braunkohle e.V.