Sachsen würdigt Engagement für Denkmalschutz

Görlitz

Empfang nach Jubiläums-Benefizkonzert in Görlitz - Jaeckel: "Neuer, alter Glanz in historischen Altstädten"

Görlitz (26. April 2015) - Staatskanzleichef Fritz Jaeckel hat das einzigartige Engagement für den Denkmalschutz in Sachsen gewürdigt.

Im Anschluss an ein Benefizkonzert in Görlitz sagte er bei einem Empfang der Staatsregierung am Sonntagabend, "dass wir heute durch aufwändig sanierte Altstädte bummeln können, ist nicht selbstverständlich. Zu verdanken ist dies all jenen Menschen, die sich seit der Wiedergründung des Freistaates mit viel Herz, Leidenschaft und Liebe für die Bewahrung des kulturellen Erbes einsetzen."

Zugleich erinnerte Jaeckel daran, dass die historische Substanz zu DDR-Zeiten dem Verfall preisgegeben worden sei. "Heute erstrahlen Städte wie Freiberg, Bautzen, Pirna, Meißen und Torgau wieder flächendeckend in neuem, altem Glanz. Görlitz weist mit 3.500 größtenteils restaurierten Baudenkmalen inzwischen eines der besterhaltenen historischen Stadtbilder in Deutschland auf und gilt sogar als das größte zusammenhängende nationale Flächendenkmal."

Jaeckel dankte allen Akteuren, die sich für den Denkmalschutz stark machen. So stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Sachsen bisher insgesamt mehr als 50 Millionen Euro für 750 Denkmale zur Verfügung.

Anlass für den Empfang war das 25. Benefizkonzert "Grundton D", das in der Görlitzer Synagoge stattfand. Bereits seit 1990 veranstalten der Deutschlandfunk und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gemeinsam diese Konzertreihe zugunsten sanierungsbedürftiger Baudenkmäler. Zu dem Empfang geladen waren Frauen und Männer, die sich in besonderer Weise für den Denkmalschutz engagieren.

Jaeckel würdigte ausdrücklich auch privates Engagement und Initiativen wie die Konzertreihe. "All dies stärkt die zunehmend wichtige zweite Säule der Denkmalpflege der Zukunft - das Engagement aus der gesellschaftlichen Mitte heraus."

Hintergrund:

Bezogen auf die Einwohnerzahl hat Sachsen - zusammen mit Sachsen-Anhalt - die meisten Denkmale im Bundesvergleich. Mit Blick auf die absolute Zahl liegt der Freistaat mit rund 102.000 Denkmalen auf Platz zwei hinter Bayern. Bund und Land haben seit 1990 fast 1,3 Milliarden Euro im Rahmen der Städtebauförderung für den Denkmalschutz bereitgestellt. Rund 1,1 Milliarden Euro steckte der Freistaat in dem Zeitraum in die Sanierung von landeseigenen Schlössern und Burgen.

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei