Lausitz schaltet auf Alarmstufe Rot

Alarmstufe Rot Staatstheater Cottbus

Jetzt Widerstand leisten - Die Region setzt ein Zeichen gegen den drohenden Strukturbruch

Cottbus - In grellem Rot erstrahlten in der vergangenen Nacht mehrere prominente Gebäude und Plätze in der Cottbuser Innenstadt und der Region. Der Aufruf, die Stimme für die Region zu erheben, prangte auf dem Stadthallenvorplatz und am Kühlturm des Kraftwerkes Schwarze Pumpe. Rot leuchteten die Fassaden des Cottbuser Staatstheaters, des Energiestadions, der Vattenfall-Hauptverwaltung und des Eisstadions in Weißwasser.

Der Vorsitzende des Vereins Pro Lausitzer Braunkohle, Wolfgang Rupieper, zum Hintergrund der Aktion: "Die Zukunft des wichtigsten Wirtschaftszweiges dieser Region und des einzigen heimischen Energieträgers steht auf dem Spiel. Es sind jetzt klare Signale notwendig, die in Berlin nicht mehr überhört und übersehen werden können." Mit „Alarmstufe Rot" wurde ein solches Zeichen gesetzt. Die vom Verein gebündelte Aktion ist eine Initiative von Kommunen und Wirtschaft über Kulturschaffende bis zu Sportvereinen. Sie wollen damit nicht nur ein Zeichen setzen, sondern die Bürger zur Gegenwehr und zur Beteiligung an den zahlreichen Initiativen - Unterschriftenaktionen, Petitionen, Demonstrationen für die Zukunft der Lausitz - aufrufen.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Cottbus unterstützt die Initiative: "Wenn die Bundesregierung ihre Pläne zur Klimaschutzabgabe umsetzt, bricht die Basis regionaler Wertschöpfung weg und mehrere tausend Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze - die Folgeeffekte für den gesamten Mittelstand, für Gewerbe, Kultur, die soziale Infrastruktur und viele andere Bereiche wären verheerend. Wie sollen Cottbus und die gesamte Lausitz den erneuten drastischen Strukturbruch verkraften? Das werden wir nicht hinnehmen.", so Holger Kelch.

Der politische Richtungswechsel trifft in der Lausitz einen der weltweit modernsten Kraftwerksparks, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Ostdeutschland seine CO2-Emissionen seit der Wende annähernd halbieren konnte und damit schon entscheidend zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele beigetragen hat. Moderne Braunkohlekraftwerke, wie sie in der Lausitz betrieben werden, sind die Garanten für Versorgungssicherheit auf dem Weg in die Energiewende. 

Am 25.04. werden zahlreiche politische Vertreter - unter Ihnen auch Holger Kelch - diese Position im Rahmen der geplanten Großdemonstration der Braunkohlereviere in Berlin vertreten.

Alarmstufe Rot Kraftwerk Schwarze Pumpe

Alarmstufe Rot Rathaus Cottbus

Alarmstufe Rot Vattenfall

Weitere Informationen: www.pro-lausitz.de bzw. www.prolausitzerbraunkohle.de

Quelle: Pro Lausitzer Braunkohle e.V.