Alarmstufe Rot in der Lausitz

Die Lausitz macht mobil fürs Revier, für ihre Zukunft.

Der Verein Pro Lausitzer Braunkohle e.V. macht sich in dieser Woche mit verschiedenen Aktionen und Partnern für die Zukunft der Lausitz und ihrer Braunkohle stark.

Mittwoch, 22. April, 5 vor 12 vor dem Berliner Bundestag
"Nicht mit uns, nicht mit dem Lausitzer Revier!" Übergabe eines offenen Briefes der Lausitzer Jugend an Bundestagsabgeordnete und Präsentation deutlicher Lausitzer Botschaften an Merkel und Gabriel

Donnerstag, 23. April, diverse Orte in der Lausitz
"Alarmstufe Rot" Eine Aktion verschiedener Partner in der Region, lassen Sie sich überraschen! Informationen und Bilder erhalten Sie am Folgetag.

Freitag, 24. April, 5 vor 12 im Industriepark Jänschwalde
"Schon 2017 Ende Gelände?" Infoveranstaltung für einen Lausitzer Industriestandort, der zuallererst auf dem Spiel steht

Am 25.4. schließt sich der Verein mit Tausenden Lausitzern dem Protest in Berlin an.

Zehntausende Lausitzer sind stinksauer auf die Bundesregierung und fühlen sich von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Stich gelassen. Jetzt machen sie mobil, gegen die Berliner Pläne eines sogenannten "Klimabeitrags" als einseitige Diskriminierung der Braunkohle. Die fatalen Folgen dieser aktuellen Pläne der Bundespolitik sind für die Lausitz kaum absehbar. Sie könnte schon morgen zur sterbenden Industrieregion werden. Betroffen wäre nicht nur die Energiewirtschaft, sondern alle Wirtschaftsbereiche der Lausitz, aber auch öffentliche Einrichtungen, die Hochschullandschaft, die gesamte soziale und kulturelle Infrastruktur. Ein Dominoeffekt kann die Region auf das Niveau am Ausgang ihrer hundertjährigen Geschichte als Bergbaurevier zurückwerfen.

"Wirtschaftliche Vernunft und energiepolitische Notwendigkeiten spielen im aktuellen Berliner Kalkül keine Rolle mehr. Es geht nur noch um persönliche Interessen auf der Bühne der Welt- oder Bundespolitik. Die Lausitz wird als vollkommen sinnloses Opfer dafür in Kauf genommen. Für das Weltklima ist ein Aus der Lausitzer Braunkohle hingegen vollkommen bedeutungslos. Selbst hier hat die Lausitz mit ihrer Deindustrialisierung in den 1990er Jahren bereits die Hauptlast bei der Reduktion von CO2-Emissionen für ganz Deutschland erbracht! Die Menschen in unserer Heimat machen es nicht mit, erneut die Last für das ganze Land zu tragen. Es reicht, wir wehren uns. Wir setzen darauf, dass Berlin sich auf die Menschen und auf gemachte Zusagen besinnt und endlich auch Vernunft in die deutsche Energie- und Klimapolitik Einzug hält.", so Wolfgang Rupieper, Vorsitzender des Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

Weitere Informationen: www.pro-lausitz.de

Quelle: Pro Lausitzer Braunkohle e.V.