Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst

Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst

Warnstreik am 16. April ganztags im Sozial- und Erziehungsdienst u. a. Kitas, Hort und Internate in Lübbenau, Königs Wusterhausen, Eichwalde, Zeuthen, Wildau und Schulzendorf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft Erzieherinnen/Erzieher sowie Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen in den kommunalen Einrichtungen in Lübbenau, Königs Wusterhausen, Eichwalde, Zeuthen, Wildau und Schulzendorf zum ganztägigen Warnstreik am Donnerstag, 16.04.2015, auf.

Es muss davon ausgegangen werden, dass mit dem Warnstreik die Kitas und Horte an diesem Tag geschlossen bleiben. Die Gewerkschaft ver.di hat für die Eltern entsprechende Elterninformationen an die jeweiligen Einrichtungen verteilt. Die Eltern werden somit schon ab Montag, den 13.04.2015 über den bevorstehenden Streik am Donnerstag, den 16.04.2015 informiert.

Anlass für den Warnstreik sind die aktuellen Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden (VKA) für die Sozial- und Erziehungsberufe.

Die Gewerkschaft ver.di fordert in den Tarifverhandlungen:

  • statusverbessernde Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und der Tätigkeitsmerkmale
  • die zwingende Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei der Stufenzuordnung
  • belegbare Plätze, Gruppenanzahl und Beschäftigtenzahl als alternative Heraushebungskriterien für die Kita-Leitung
  • eine Verbesserung der Eingruppierung bei nicht erfüllter Formalqualifikation (z.B. bei Einsatz von Sozialassistentinnen als Erzieherinnen)

Menschen, die im Sozial- und Erziehungsdienst arbeiten, haben anspruchsvolle Ausbildungen absolviert und die Anforderungen an ihre Arbeit als pädagogische Fachkräfte steigen ständig. In der aktuellen Tarifrunde geht es um die Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst mit einer angemessenen Bezahlung und nicht nur mit schönen Worten. Die Gewerkschaft ver.di will, dass alle Beschäftigten in diesem Bereich besser eingruppiert werden. Eine neue Eingruppierung soll für jede/n eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich zehn Prozent bringen.

Auch in der dritten Tarifverhandlungsrunde am 09.04.2015 legten die kommunalen Arbeitgeber kein Angebot vor.

Die Beschäftigten weiten daher die Warnstreiks mit der vierten Verhandlungsrunde, die am 16. April 2015 in Hannover stattfinden wird, auch auf Brandenburg aus.

Die Streikteilnehmerinnen/Streikteilnehmer werden an diesem Tag zur zentralen Streikkundgebung nach Hannover fahren.

Für Rückfragen steht Ihnen der Gewerkschaftssekretär Dirk Höntsch unter 0170-3384468 zur Verfügung. Herr Höntsch ist aber am 15.04.2015 aufgrund der Teilnahme an einer Personalversammlung und an Tarifverhandlungen nicht erreichbar!

Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft