Geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede

Geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede

Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern im Land Brandenburg geringer als in Berlin

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg anlässlich des Equal Pay Day am 20. März mitteilt, lag der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen und Männer im 3. Quartal 2014 im Land Berlin bei 11,1 Prozent und im Land Brandenburg bei 6,4 Prozent. Dies ist in erster Linie auf den Verdienstunterschied für Vollzeitbeschäftigte zurückzuführen.

Laut den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung erhielten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich im 3. Quartal 2014 im Land Berlin einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 19,94 EUR. Arbeitnehmerinnen verdienten in Vollzeit 18,67 EUR je Stunde. Damit lag der Bruttostundenverdienst der weiblichen Vollzeitbeschäftigten in Berlin bei 89,7 Prozent des Bruttostundenverdienstes ihrer männlichen Kollegen. Bei Teilzeitbeschäftigten betrug der Bruttostundenverdienst im 3. Quartal 2014 für Frauen 16,47 EUR und lag damit über dem der Männer mit 14,91 EUR.

Im Land Brandenburg fiel die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern deutlich geringer aus. In Vollzeit beschäftigte Frauen verdienten im 3. Quartal 2014 durchschnittlich 16,29 EUR pro Stunde. Das waren 96,9 Prozent des durchschnittlichen Bruttoverdienstes der vollzeitbeschäftigten Männer in Höhe von 16,81 EUR je Stunde. Auch im Land Brandenburg verdienten im 3. Quartal 2014 teilzeitbeschäftigte Männer mit 13,83 EUR weniger als teilzeitbeschäftigte Frauen, die 14,19 EUR je Stunde erhielten.

Im Zeitverlauf haben sich die geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede im 3. Quartal 2014 im Vergleich zum 3. Quartal des Vorjahres im Land Berlin um 1,9 Prozent verringert und im Land Brandenburg um 0,4 Prozent wieder erhöht (3. Quartal 2013 Berlin: 13 Prozent; Brandenburg: 6 Prozent).

Quelle: Über das Datenangebot des Bereiches Verdienste informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg