Zittauer Fastentuch wird ein Filmstar!

Große Zittauer Fastentuch

Filmdreh zum Dokumentarfilm "FASTEN und SEHEN" mit Bernhard Sallmann in Zittau

Die Produktionsfirma filmkombinat GmbH & Co. KG dreht vom 09.03. bis 18.03.2015 in Zittau einen neuen Dokumentarfilm. "FASTEN und SEHEN" in der Regie von Bernhard Sallmann wird das Große Zittauer Fastentuch von 1472 in seiner ganzen Schönheit und Komplexität zeigen, danach fragen, was seine Aktualität ausmacht und warum und wie es uns heute berührt.

Im Drehzeitraum werden wir Interviews führen u. a. mit Herrn Dr. Volker Dudeck, ehemaliger Leiter des Fastentuchvereines, Frau Dr. Mechthild Flury-Lemberg, die bis 1994 als Leiterin der Abegg-Stiftung für die Restauration des Tuches verantwortlich war, mit Herrn Bernd Wabersich, der mit seiner Bergsteigerbrigade als "Retter der Kreuzkirche" gilt und es werden Musikaufnahmen mit dem Chor der Hillerschen Villa entstehen.

Mit dem Großen Fastentuch besitzt die Oberlausitzstadt Zittau ein Textilkunstwerk von europäischem Rang. Es ist das einzige seiner Art in Deutschland und mit 8,20 Meter Höhe und 6,80 Meter Breite das drittgrößte überlieferte Fastentuch überhaupt.
Das Fastentuch entstand 1472, umfasst 90 Bilder à 65 x 65 cm und hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die sichtbare Spuren hinterlassen hat.
In mühevoller Arbeit wurde das Fastentuch von der Schweizer Abegg-Stiftung restauriert und hängtnun seit bald 16 Jahren wieder in der Kirche zum Heiligen Kreuz in Zittau, die inzwischen ein Museum ist.

Der Regisseur Bernhard Sallmann kommt aus Österreich und lebt in Berlin. Zwei Projekte an der Potsdamer Filmhochschule führten ihn erstmals nach Sachsen: Der Film über den englischen Landschaftsgarten des Fürsten Pückler in Bad Muskau "DIE FREIHEIT DER BÄUME" (2003) und der Film über die Bergbaufolgelandschaft "DIE LAUSITZ 20x90" (2004). Aus der Beschäftigung mit diesen Landschaften, sowie mit den darin lebenden Menschen erwuchs der Kinodokumentarfilm "TRÄUME DER LAUSITZ" (2009).
Zufällig lernte er 2010 das Große Zittauer Fastentuch kennen. Es hat ihn von Anfang an mit seiner Schönheit, seinem Alter, aber auch den Beschädigungen und Verletzungen in seinen Bann gezogen. Das Filmprojekt ist eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und Kultur einer bemerkenswerten Region. Es ist die Auseinandersetzung mit seiner österreichischen Geschichte, denn Zittau war über vier Jahrhunderte Böhmen und Habsburg zugehörig.

Für das filmkombinat GmbH & Co. KG ist es der siebende Dokumentarfilm seit seiner Gründung in Dresden 2001. Wie die bisherigen Dokumentar- und Spielfilme produziert das filmkombinat erneut einen ungewöhnlichen und anspruchsvollen Film, der für internationale Vorführungen auf Festivals und im Fernsehen vorgesehen ist.
Das Projekt wird gefördert durch: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen und Bischöfliches Ordinariat Bistum Dresden-Meißen.

filmkombinat GmbH & Co. KG
Beate Kunath
Mail: beate.kunath@filmkombinat.de

Die Zittauer Fastentücher - einzigartig in Deutschland, bedeutend für Europa

Quelle: PM Stadt Zittau