Ausstellungseröffnung - Das Leiden der Spree #Bergbaufolgen

Einleitung von Grubenwasser aus dem aktiven Tagebau Welzow Süd - Quelle ideengruen.de

Interaktive Fotoausstellung dem Titel "Das Leiden der Spree #Bergbaufolgen" wird am 16.3.2015 in Berlin eröffnet

Am 16. März um 19.00 Uhr eröffnet das Bündnis "Kohleausstieg Berlin" in Kooperation mit der Grünen Liga Brandenburg - Umweltgruppe Cottbus eine interaktive Fotoausstellung in den Räumen der Naturfreunde Berlin (Paretzer Straße 7, 10713 Berlin). Unter dem Titel "Das Leiden der Spree #Bergbaufolgen" werden die problematischen Auswirkungen der Braunkohletagebaue vom Süden Brandenburgs bis nach Berlin verdeutlicht.

15 Plakate beschreiben mit eindrucksvollen Fotos die Bedrohung des Wassers vom Tagebaugebiet über die verockerte Spree, Sulfatbelastung in Oder-Spree, Erdgasbohranlagen in Beeskow, Auswirkungen des Hochwassers in Grünheide bis hin zu Brücken in Berlin, denen der Betonfrass droht. Alle Plakate sind mit einem QR-Code versehen. Dahinter verbergen sich kurze Videosequenzen mit Statement von lokalen Akteuren, die das Problem beschreiben sowie weitere Fotos und Hintergrundinformationen. Zudem werden Exponate wie verockertes Wasser, Holz und Steine ausgestellt. Die Ausstellung ist auch im Internet unter http://www.braunespreewatch.de/index.php/dlds-bergbaufolgen zu sehen.

"Wir wollen stärker die Zusammenhänge verdeutlichen. Kaum jemand weiss, dass der Braunkohleabbau in der Lausitz auch Auswirkungen auf das Trinkwasser im Landkreis Oder-Spree, Frankfurt (Oder) und Berlin hat", sagt Umweltexpertin und eine der Kuratorinnen der Ausstellung Daniela Setton. Während die Verockerung durch Eisenoxide für alle sichtbar schon den Spreewald erreicht hat, breitet sich eine andere Gefahr unsichtbar aus: die Belastung durch Sulfat. Seit 1996 steigen in der Dahme, der Müggelspree und der Stadtspree die Sulfat-Konzentrationen stetig an. Schuld an diesem Anstieg ist vor allem der Braunkohletagebau in der Lausitz. Allein die drei brandenburgischen Tagebaue pumpen jährlich mehr als 200 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Boden. Der größte Teil wird in die Spree eingeleitet, so Setton.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat sich erst im Januar kritisch zu den Tagebauplänen geäußert und verlangt vom Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Einberufung der Landesplanungskonferenz. Dieses gemeinsame Berliner und Brandenburger Gremium ist für die Genehmigung des neuen Tagebaus Welzow Süd zuständig.

Über die Bedrohung und Herausforderung der Berliner Trinkwasserversorgung wollen an diesem Abend in einem "Kohle-Talk" Vertreter von Berliner und Brandenburger Umweltorganisationen mit den Berliner Wasserbetriben sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Ort: NaturFreunde Landesverband Berlin e.V., Paretzer Straße 7, 10713 Berlin
Zeit: 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Podiumsdiskussion

  • Winfried Lücking, Leiter Gewässerpolitik beim BUND
  • Vertreter der Berliner Wasserbetriebe (angefragt)
  • René Schuster, Grüne Liga Brandenburg - Umweltgruppe Cottbus
  • Axel Kruschat, Geschäftsführer BUND-Brandenburg
  • Moderation: Daniela Setton

Ausführliche Ankündigung hier: http://www.kohleausstieg-berlin.de/veranstaltungen/18-16-maerz-kohle-talk-mit-fotoausstellung

Quelle: GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus