Warnstreik in Lausitzer Postbankfilialen

Warnstreik in Lausitzer Postbankfilialen

Postbankfilialen in Cottbus, Senftenberg, Finsterwalde und Spremberg wegen Warnstreik ganztags geschlossen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte der Postbank Filialvertrieb AG zu Warnstreiks am Montag, dem 2. März aufgerufen. Hintergrund ist die Tarifrunden für die rund 9.500 Beschäftigten derPostbank Filialvertrieb AG. Die Warnstreiks finden an ausgewählten Stellen quer durch das ganze Bundesgebiet statt.

In Südbrandenburg sind die Filialen der Postbank Filialvertrieb AG in Cottbus (Berliner Straße 6), in Senftenberg (Am Neumarkt 2-4), in Spremberg (Poststraße 1-2) und in Finsterwalde (Markt 18) und in Hoyerswerda (in Sachsen) vom Warnstreik betroffen. Die Filialen sind durch den Warnstreik am 2. März 2015 ganztags geschlossen.

Die rund 30 streikenden Beschäftigten aus Südbrandenburg haben sich um 9 Uhr zu einem Streikfrühstück bei ver.di in Cottbus getroffen. Um 12:30 Uhr findet vor der Filiale in Cottbus, Berliner Platz, eine Streikkundgebung statt. Die streikenden Beschäftigten aus Hoyerswerda haben sich in Bautzen getroffen.

Für die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG hatte es in der zweiten Verhandlungsrunde am 17. Februar ein völlig unzureichendes Gehaltsangebot gegeben, zudem gab es kein Angebot zum Kündigungsschutz. In Betriebsversammlungen machten die Beschäftigten bereits am 24. Februar deutlich, dass sie von den Arbeitgebern in der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot zum Kündigungsschutz und ein erheblich höheres Gehaltsangebot erwarten. Diese Forderung werden sie auch am Montag erneut deutlich machen, um Druck auf die nächste Verhandlungsrunde am 4. März in Bonn zu machen.

ver.di fordert für die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020, eine Angleichung der Ausbildungsvergütung auf das Postbankniveau und die Weiterführung der Postbankzulage.

Die Spekulationen um Verkauf, Teilverkauf oder Börsengang verursachen in der Belegschaft Unsicherheit und Angst um die Arbeitsplätze. Die Arbeitgeber haben es versäumt, hier mit einem Angebot ein positives Signal zu setzen und für Ruhe und Klarheit bei den Beschäftigten zu sorgen.

Die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG findet am 4. März 2015 in Bonn statt.

Für Rückfragen steht Ihnen die Gewerkschaftssekretärin Ulrike Baumgartner unter 0151-14269717 zur Verfügung.

Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft