Position des Landkreises Görlitz zur B 178

B 178 zwischen Niederoderwitz und Oberseifersdorf mit geänderte Linienführung

Erklärung vom Görlitzer Landrat Bernd Lange zur Bundesstraße B 178

Als Landrat möchte ich nochmals die klare Position des Landkreises Görlitz zur B 178 zum Ausdruck bringen.

Die Neutrassierung der B 178 ist für die Oberlausitz, ihre Landkreise, Städte und Gemeinden in den 90er Jahren als das wichtigste Verkehrsprojekt zur Entwicklung des Dreiländerecks Deutschland-Polen-Tschechien entstanden und hat in ihrer Bedeutung nicht ab-, sondern zugenommen.

Seit 2004 hat sich die Begegnung mit unseren tschechischen und polnischen Partnern vielfach erleichtert, aber auf die uneingeschränkte Nutzung dieser wichtigen Lebensader wartet die Region seit einem Vierteljahrhundert vergebens.

Die B 178 ist zudem für Deutschland und Europa eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte. Die Menschen der Region sowie die Unternehmen brauchen diese B 178, um den wirtschaftlichen Umbruch der zurückliegenden 25 Jahre zu bewältigen und zu tragen.

Neben der Forderung, die bisherige Planung dieser Trasse lückenlos aufzuklären, ist es dringender denn je notwendig, mit Bund und Land die B 178 schnellstmöglich zu realisieren. Die abgespeckte Variante der B 178 bei Weißenberg wirft viele, viele Fragen auf und kann von uns weder nachvollzogen, noch getragen werden.

Dazu werden in nächster Zukunft auf Initiative des Landkreises und der Interessengemeinschaft B 178 mit Land und Bund Gespräche geführt.

Der Landkreis hat Verständnis für den Unmut der vielen Menschen und Unternehmen der Region und fordert die Landesregierung auf, dass sie sich dieser Sorgen annimmt. Es waren die Menschen und die Unternehmen, die die Region in den vergangenen 25 Jahren vorangebracht haben. Auch sollte man dem Willen der Gemeinden im südlichen Landkreis Görlitz die Beachtung schenken, die sie verdienen.

Quelle: Bernd Lange, Landrat Görlitz