Arbeitsmarkt der Oberlausitz im Februar 2015

Agentur für Arbeit Bautzen

Arbeitslosigkeit in der Oberlausitz (Ostsachsen) bleibt auf dem Niveau des Vormonats

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen waren Ende Februar insgesamt 32.481 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 128 Arbeitslose (+0,4 Prozent) mehr als Ende Januar 2015. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind 2.180 (-6,3 Prozent) Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

  • Arbeitslosenzahl im Februar: +128 auf 32.481
  • aktuelle Arbeitslosenquote: 11,1 Prozent
  • 2.727 sozialversicherungspflichtige Stellen.

"Gegenüber dem Vormonat hat sich die Arbeitslosigkeit in Ostsachsen kaum verändert. Trotz der günstigen Witterung ruhen alle Tätigkeiten in den typischen Außenberufen und so lässt eine Belebung auf dem Arbeitsmarkt noch auf sich warten. Insgesamt waren jedoch im Februar mehr als 2.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, als noch vor einem Jahr", informierte Thomas Berndt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bautzen, zur aktuellen Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. "Erfreulich ist, dass der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Bautzen 50% mehr Stellenmeldungen verzeichnen konnte als im Vormonat. Die Vermittlungsfachkräfte können damit auf rund 2.700 freie Stellen zurückgreifen - dem höchsten Stellenbestand in einem Februar seit 15 Jahren", so Thomas Berndt weiter.

Abgänge in Erwerbstätigkeit

Für den Rechtskreis SGB III ergibt sich Folgendes: Die Arbeitsagentur Bautzen und deren neun Geschäftsstellen verzeichneten im Februar 2.699 Abmeldungen* (darunter 1.132 Frauen) aus der Arbeitslosigkeit. Darunter wurden 1.014 Abgänge in Erwerbstätigkeit gezählt. Im Berichtsmonat gab es die meisten Abmeldungen in Erwerbstätigkeit von Personen im Verkauf (80 Abgänge). Die zweitstärkste Personengruppe waren die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Büroberufen (78 Abmeldungen). Des Weiteren nahmen 71 Personen eine Tätigkeit im Bereich der Führer/innen von Fahrzeug- und Transportgeräten auf. 64 Personen fanden eine neue Beschäftigung im Hoch und Tiefbau. Im Bereich der Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen wurden 61 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer neu eingestellt.

*) Abmeldungen aufgrund Rechtskreiswechsel von der Arbeitsagentur zum Träger der Grundsicherung (SGB II) sind darin nicht enthalten.

In jedem Monat gibt es Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen neu oder wieder von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Der Arbeitsmarkt ist geprägt von einer großen Dynamik.

Zugänge

Bei der Arbeitsagentur Bautzen und den neun Geschäftsstellen meldeten sich im Berichtsmonat 2.793 Personen (darunter 1.024 Frauen) arbeitslos. 1.620 von ihnen waren zuvor am ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig. Insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Hoch- und Tiefbau (156 Personen), dem Bereich der Führer/innen von Fahrzeugen und Transportgeräten, (127 Personen), dem Verkauf (107 Personen), dem Innenausbau (100 Personen) und dem Bürobereich (100 Personen) waren von Kündigungen betroffen. Für 724 Personen endete eine Ausbildung, Qualifizierungs- oder Aktivierungsmaßnahme.

Arbeitslose nach Rechtskreisen

Die Agentur für Arbeit Bautzen betreute im Rechtskreis SGB III im Februar 10.606 arbeitslose Frauen und Männer, das waren 37 Arbeitslose weniger als im Januar 2015. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren 1.303 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Rechtskreis SGB II registrierten die beiden Grundsicherungsträger, die jeweils in alleiniger Trägerschaft der Landkreise Bautzen und Görlitz organisiert sind, im Agenturbezirk Bautzen zusammen 21.875 Arbeitslose. Von den Arbeitslosen entfallen 9.608 auf das Jobcenter des Landkreises Bautzen und 12.267 auf das Jobcenter des Landkreises Görlitz. Im Landkreis Bautzen gab es eine Abnahme um 20 arbeitslose Menschen in der Grundsicherung. Im Landkreis Görlitz nahm die Zahl der Betroffenen im Monatsverlauf um 185 Personen zu.

Insgesamt gab es im Rechtskreis SGB II im gesamten Agenturbezirk Bautzen im Vergleich zum Januar 2015 eine Zunahme von 165 Personen.

Nach Landkreisen ergibt sich folgendes Bild: Tabelle (Download Pdf-Datei PDF, 116,4 KB)

Maßnahmen auf dem 2. Arbeitsmarkt

Die Höhe der registrierten Arbeitslosigkeit wird in beiden Rechtskreisen auch vom Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente beeinflusst. Insbesondere Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, Maßnahmen beim Arbeitgeber und Arbeitsgelegenheiten (sogenannte "1 Euro-Jobs") verringern die Arbeitslosigkeit, da die Teilnehmer an diesen Maßnahmen nicht als arbeitslos gelten. Beide Grundsicherungsträger betreuten unter Berücksichtigung vorläufiger Angaben im Februar 911 Menschen in Arbeitsgelegenheiten, das sind 14 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger als im Vormonat.

Unterbeschäftigung

Nach ersten Hochrechnungen haben im Februar 2015 3.686 Frauen und Männer im Agenturbezirk Bautzen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beider Rechtskreise (z.B. Weiterbildungen, Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten) teilgenommen und dadurch den Arbeitsmarkt entlastet. Zusätzlich befanden sich 882 Personen in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (z.B. Praktika in Betrieben). Insgesamt belief sich damit die Unterbeschäftigung im engeren Sinne nach ersten Hochrechnungen auf 38.646 Personen.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote liegt im Vergleich zum Vormonat Januar unverändert bei 11,1 Prozent. Im Februar 2014 lag die Arbeitslosenquote bei 11,5 Prozent.

Stellenangebote

Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Bautzen wurden im Februar insgesamt 993 sozialversicherungspflichtige Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Im Vergleich zum Januar 2015 waren das 333 Stellen (Januar 2015: 660) mehr. Im Vorjahresvergleich sind 52 Stellenmeldungen mehr zu verzeichnen. Die Arbeitsvermittler/-innen können aktuell auf 2.727 sozialversicherungspflichtige Stellen zugreifen. Der stärkste Stellenzugang nach einzelnen Wirtschaftsabschnitten war mit 442 neuen Meldungen im Bereich der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, zu dem neben der Zeitarbeit unter anderem auch die Steuerberaterbüros, das Wach- und Sicherheitsgewerbe oder das Reinigungsgewerbe gehört, zu verzeichnen. Das verarbeitende Gewerbe meldete einen Bedarf an 121 neuen Arbeitskräften. Aus dem Gesundheits- und Sozialwesen wurden 110 neue Stellen gemeldet. In der Gastronomie bestand ein Bedarf an 77 neuen Arbeitskräften und aus dem Handel wurden 72 neue Stellen gemeldet.

Zu den 993 sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten kamen im Februar noch 35 neue Mini- und Midi-Jobangebote hinzu.

Quelle: PM Agentur für Arbeit Bautzen