MITNETZ STROM investiert in das Lausitzer Stromnetz

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MITNETZ STROM investiert rund 297 Millionen Euro in regionale Stromnetze

  • Zunahme der Einspeisung von erneuerbaren Energien machen Ausbau der Stromnetze weiter dringend erforderlich

MITNETZ STROM plant auch in 2015 enorme Ausgaben für das Stromnetz in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der enviaM-Netzbetreiber gibt rund 297 Millionen Euro (2014: 260 Millionen Euro) für Investitionen und Aufwendungen in seinem Stromnetz aus. Insgesamt sieht der Bauplan für 2015 mehrere tausend Einzelmaßnahmen im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz vor. Schwerpunkte sind der Netzausbau und die Netzverstärkung im Zuge der steigenden Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien, die Modernisierung von Umspannwerken und Trafostationen sowie der Austausch von Freileitungen im Mittelspannungsnetz durch Erdkabel.

"Die Reserven im Netz in Ostdeutschland sind aufgebraucht. Die stetige Zunahme der Einspeisung von erneuerbaren Energien erfordert die Netze weiter anzupassen. Um eine ständige Überlastung zu vermeiden, muss sich der Ausbau der erneuerbaren Energien stärker nach dem Ausbau der Netze richten. Oftmals hemmen die unverändert langen Planungs- und Genehmigungszeiten und Bürgerproteste den Netzausbau", so Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM.

Neben der Modernisierung und dem Neubau der Stromnetze treibt MITNETZ STROM nach wie vor den Einsatz neuer und intelligenter Netztechnologien wie regelbare Technik im Mittel- und Niederspannungsnetz, Hochtemperaturleiterseil und autonomes Sensornetzwerk zur Zustandsüberwachung von Freileitungen (ASTROSE) im Hochspannungsnetz voran.

Die regelbare Technik beispielsweise im Ortsnetztransformator kann Schwankungen der Netzspannung bei zunehmender und abnehmender Stromeinspeisung besser ausgleichen. Das Hochtemperaturleiterseil hat im Vergleich zu herkömmlichen Leiterseilen eine höhere Betriebstemperatur von bis zu über 200 Grad Celsius, um größere Strommengen zu transportieren. „Bei der ASTROSE befinden wir uns in der Forschungsphase und haben dazu ein Pilotprojekt auf der Hochspannungsleitung zwischen Harzgerode und Rieder (Landkreis Harz) aufgelegt", so Dr. Schweer abschließend. Die ASTROSE als Strom-Freileitungsmonitoring misst die Temperatur der Leitungen und/oder den Leiterseilabstand zum Boden. Somit kann man Leistungsreserven erkennen, die Kapazitätsauslastung optimieren und die Sicherheit der Freileitung gewährleisten.

Wichtige Hochspannungsvorhaben der MITNETZ STROM in Brandenburg im Jahr 2015 sind:

  • Erweiterung des Umspannwerkes Uckro
  • standortgleicher Neubau des Umspannwerkes Senftenberg
  • überwiegend trassengleicher Neubau der Hochspannungsleitung Ragow - Lübben
  • Austausch der Hochspannungskabel bei Bahnsdorf auf der Leitung Großräschen - Schwarze Pumpe

Wichtige Hochspannungsvorhaben der MITNETZ STROM in Sachsen im Jahr 2015 sind:

  • Ersatzneubau der Hochspannungsleitung von Taucha nach Eula, zweiter Bauabschnitt von Belgershain nach Eula
  • Modernisierung (Mastwechsel) des Abschnittes von Zwönitz bis Thierfeld der Hochspannungsleitung von Zwönitz nach Gersdorf
  • Erweiterung der Hochspannungsleitung von Wegefarth (Umspannwerk Freiberg/Nord) nach Kleinwaltersdorf (Umspannwerk Freiberg/Ost)
  • Verstärkung des Abschnittes von Oberschöna nach Clausnitz der Hochspannungsleitung Freiberg/West - Clausnitz
  • Modernisierung der Umspannwerke Groitzsch, Rackwitz und Zwönitz

Wichtige Hochspannungsvorhaben der MITNETZ STROM in Sachsen-Anhalt im Jahr 2015 sind:

  • Neubau Übergabe- Umspannwerk Jessen/Nord
  • Modernisierung der Umspannwerke Köthen/Nord und Thale
  • Erneuerung der Leittechnik im Umspannwerk Halle/Nord
  • Modernisierung der Hochspannungsleitung Jessen - Elster

In Thüringen gibt es in 2015 keine Hochspannungsvorhaben der MITNETZ STROM. Das Baugeschehen konzentriert sich auf das Mittel- und Niederspannungsnetz.

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Halle (Saale) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt unThüringen.

Quelle: envia Mitteldeutsche Energie AG