Oberlausitz - B178 braucht kein Parteiengezänk

Verzögerung des Weiterbaus der B178 erregt die Gemüter der Oberlausitzer Mittelständler

Bautzen - Die erneute Verzögerung des Weiterbaus der B178 zum Anschluss Weißenberg erregt die Gemüter nicht nur der Mittelständler. "Auch wenn sich Viele schon mit der "Unvollendeten" verzweifelt abgefunden haben, als BVMW-Oberlausitz haben wir dafür kein Verständnis", erklärte deren Leiter Wilfried Rosenberg.

Verkehrsprognosen stimmen für einen langen Planungszeitraum nie, sind auch längst nicht das alleinige Handlungsmotiv. Es geht auch gar nicht um vierspurig oder nicht, und um Steuerverschwendung ebenso wenig. Wie uns gerade das Mitglied des Landtages Thomas Baum (SPD) erklären will.

Es geht um Glaubwürdigkeit! Kann Politik nicht einfach mal machen, was versprochen ist? Offensichtlich hat Herr Baum als Experte aus der Oberlausitz gar nicht gemerkt, dass der Streit um die Trasse schon seit vielen Jahren andauert und kein Problem allein der letzten Legislatur ist.

Als BVMW hatten wir schon am 22.03.2001 ein Verkehrsforum organisiert, um Aufklärungen zu erhalten. Wo hat er denn in den letzten Jahren seine Stimme eingebracht, wenn er heute als Experte die angeblich beste Lösung hat. Diese Trasse ist für das Funktionieren der Oberlausitz als Wirtschaftsstandort lebenswichtig, wer da das Thema "Steuerverschwendung" ins Spiel bringt, versteht nicht, dass Glaubwürdigkeit das höchste Gut ist. Dies wird jetzt verspielt, wenn jetzt nicht endlich ein schneller Baubeginn erreicht wird.

Ein fortwährendes Abwägen muss einen Endpunkt haben und der ist bei der B178 schon lange überschritten. Da wird schwülstig immer von "vorrangigsten Verkehrsprojekt im Freistaat" gesprochen und raus kommt Stillstand. Wir fordern, dass dieser Stillstand sichtbar überwunden wird!

Quelle: PM mittelstand-oberlausitz.com