Förderung erfolgreicher Gründerinitiativen in Sachsen

Sachsen setzt Förderung erfolgreicher Gründerinitiativen in neuer EU-Förderperiode fort

Sachsens Hochschulen können auch weiterhin Studierende, Hochschulabsolventen und wissenschaftliches Personal als potenzielle Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten. Vier neue Projekte sächsischer Hochschulen - in Kooperation mit weiteren Verbundpartnern und Forschungseinrichtungen - werden seit 1. Januar 2015 mit ca. 4,2 Mio. EUR aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen für drei Jahre unterstützt.

"Ich freue mich über das weiter wachsende Engagement der sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Unterstützung von Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft", so Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). "Die Gründerinitiativen tragen dazu bei, Hochqualifizierte mit der Möglichkeit einer Selbstständigkeit vertraut zu machen und Unternehmergeist zu erzeugen. Die neuen Projekte werden das Gründungsklima in der sächsischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft weiter verbessern und konkrete Unternehmensgründungen anregen."

Der Freistaat nimmt im Vergleich der Bundesländer bei der Gründungsförderung an Hochschulen eine Spitzenposition ein. Dies bestätigt die 2014 veröffentlichte Studie LänderCHECK "Die Hochschule als Gründungswerkstatt" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Demnach wird der Weg von der Hochschule ins eigene Unternehmen - neben Niedersachsen - in Sachsen am besten unterstützt. Sächsische Hochschulen glänzen vor allem durch umfangreiche Beratungsangebote und viele realisierte Gründungen.

In der aktuellen Förderung des Freistaates Sachsen kommt der begleitenden Beratung und Unterstützung von Start-up-Vorhaben, z.B. durch Gründerzentren (sog. Inkubatoren), eine noch stärkere Bedeutung zu. "Sachsen festigt damit seine führende Position unter den Ländern mit den gründerfreundlichsten Hochschulen." erklärt Martin Dulig.

Hintergrund

Mit der ESF-Richtlinie "Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft" fördert das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Gründerinitiativen sächsischer Hochschulen sowie außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und die Gründung junger innovativer Unternehmen aus dem akademischen Bereich. Durch die Konzentration auf potenzialträchtige Vorhaben aus dem wissensbasierten Bereich wird auch die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter gestärkt.
Die neue Förderung der Gründerinitiativen knüpft an die positiven Ergebnisse der Vorprojekte an. Dort konnten mehr als 6 000 Teilnehmer erreicht und über 300 konkrete Unternehmensgründungen verzeichnet werden.

Projekte

dresdenIexists

Das Projekt Standard Start-up Unterstützung für die Wissenschaftseinrichtungen in Dresden (SSUWiDD) der TU Dresden (Partner: Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden), Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF), Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW)) wird bei der Anregung von Gründungen einen verstärkten Fokus auf die Überführung von Ergebnissen aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung legen. So wird z.B. die Identifizierung geeigneter Anwendungsfelder von Forschungsergebnissen über die Durchführung sogenannter Potenzialworkshops weitergeführt. Zielgruppen sind Forscherteams an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

SAXEED

Das Projekt SAXEED.PLUS der TU Chemnitz (Partner: TU Bergakademie Freiberg, Hochschule Mittweida, Westsächsische Hochschule Zwickau) ist jetzt im neugeschaffenen Zentrum für Wissens- und Technologietransfer an der TU Chemnitz und damit im Bereich der Hochschulleitung verortet. Es wird weiterhin ein gezieltes Technologiescouting an den Instituten bzw. Lehrstühlen beteiligter Hochschulen betrieben, um Gründungspotenziale aufzuspüren und die Verwertung von Forschungsergebnissen in Produkte und Dienstleistungen anzuregen.

SMILE

Das Projekt SMILE der Universität Leipzig (Partner: HHL Leipzig Graduate School of Management (HHL), Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Deutsches Biomasseforschungszentrum (DBFZ), Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI)) erweitert das bisherige Netzwerk durch den Einbezug weiterer Projektpartner (IZI und DBFZ) und erschließt somit zusätzliche Potenziale für technologieorientierte Unternehmensgründungen.

Gründerakademie 2015 - 2017

Das Projekt Gründerakademie 2015 - 2017 (Hochschule Zittau/Görlitz) verbessert das Angebot der Gründerbetreuung und bietet auch einen Zugang für Teilnehmer aus dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau, einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der TU Dresden.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr