Über 1600 Metaller heute im Warnstreik

IG Metall ruft weitere 20 Betriebe auch in der Lausitz zum Warnstreik auf

http://www.lausitz-branchen.de/medienarchiv/cms/upload/logos/ig_metall.png Mit bis zu eineinhalbstündigen befristeten Warnstreiks legten heute über 1.600 Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Sachsen die Arbeit nieder, um der Forderung nach 5,5 Prozent höheren Einkommen, verbesserter Altersteilzeit sowie einer neuen Bildungsteilzeit Nachdruck zu verleihen.

Den zweiten Warnstreiktag begannen rund 80 Beschäftigten von Bosch Sicherheitssysteme in Berlin, die in einem Autokorso von Berlin-Lichtenberg zur Kundgebung am Schillertheater in Berlin-Charlottenburg fuhren. Am Schillertheater unterstützen rund 250 Beschäftigte bei frostigen Temperaturen aus vielen Betrieben Berlins kämpferisch mit Sprechchören und Transparenten die Verhandlungs­kommission vor Beginn der zweiten Tarifverhandlung für das Tarifgebiet Berlin-Brandenburg.

In Sachsen folgten rund 1.000 Beschäftigte der beiden Werke des Bahnherstellers Bombardier Transportation in Görlitz und Bautzen dem Warnstreikaufruf der IG Metall. In Leipzig wurden 300 Beschäftigte von Neue Halberg-Guss zum befristeten Ausstand aufgerufen. Im brandenburgischen Luckenwalde traten rund 100 Beschäftigte von Schaeffler Technologies in den Warnstreik.

IG Metall-Bezirksleiter Oliver Höbel lobte die gute Stimmung und hohe Beteiligung an den Warnstreiks vor den 250 Kundgebungsteilnehmern in Berlin. Er warnte vor Beginn der zweiten Tarifverhandlung die Arbeitgeber vor einer Hinhaltetaktik. "Was die Arbeitgeber bisher angeboten haben ist eine Provokation. Beim Geld bieten sie zu wenig, Bildung wollen sie nicht und die Altersteilt soll halbiert werden. Das ist der falsche Weg. Wer Wind säht, der wird Sturm ernten", sagte Höbel unter lautstarkem Beifall und Trötengeheul.

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen