Möbelbauer aus Wahrenbrück wollen mehr Geld

Möbelbauer der Schiffler-Möbel GmbH wollen Tarifbindung und mehr Geld

http://www.lausitz-branchen.de/medienarchiv/cms/upload/logos/ig_metall.png Jetzt ist der Arbeitgeber am Zug. Die Belegschaft fordert seid längerer Zeit einen Tarifvertrag.

Schiffler-Möbel GmbH in Wahrenbrück bei Uebigau ist ein spezialisierter Möbelhersteller mit ca. 70 Beschäftigten. Sie fertigen als Zulieferer für die Marke Dusyma Kindergartenmöbel als Katalogware und darüber hinaus Einzelstücke für weitere Kunden. Das Lohnniveau liegt weit unter dem, was im Tarifvertrag der Holz-Kunststoff-Branche als Untergrenze vereinbart wurde.

Verdienen tarifvertraglich organisierte Beschäftigte in ihrer Branche als Facharbeiter mehr als 2.200€ brutto monatlich, zuzüglich Urlaubs- und Weihnachtsgeld und kommen so auf ca. 30.000€ brutto Jahreseinkommen, so schauen die angelernte Beschäftigten bei Schiffler auf den gerade eben eingeführten Mindestlohn von jetzt knapp 1.500€ brutto. Facharbeiter bekommen unwesentlich etwas mehr, blieb doch bei ihrer Entgeltanpassung dafür nur noch wenig übrig.

Jahreseinkommen von unter 20.000€ sind damit bei Schiffler im gewerblichen Bereich in der Regel. Das wollen die Beschäftigten ändern. Sie haben sich nun dafür ausgesprochen, sich mit ihrem Arbeitgeber über die kontinuierliche Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen zu streiten und dazu ihre IG Metall aufgefordert mit dem Arbeitgeber Verhandlungen aufzunehmen.

Derzeitig lehnt die Geschäftsführung kategorisch jegliche Verhandlungen ab, möchte aber mit dem Betriebsrat über etwaige Einzelfälle reden. Das darf der Betriebsrat nur nicht und verweist auf das Gesprächsangebot der IG Metall. Nun gilt es dem Arbeitgeber zu verdeutlichen, wie dringend die Aufnahme gegenseitiger Verhandlungen geboten ist. Die Kollegen sind nun unter dem Motto "Wir für Mehr - Wir für Ordnung im Betrieb" - zu weiteren Aktionen aufgerufen, notfalls auch vor dem Tor.

... weitere Infos stehen im aktuellen Flugblatt der IG Metall Südbrandenburg.

Quelle: IG Metall Cottbus / Südbrandenburg