5.670 Metaller zum Warnstreikauftakt auf der Straße

Weitere Warnstreiks in Berlin, Brandenburg, Sachsen geplant

5.670 Metaller zum Warnstreikauftakt auf der Straße Mit bis zu zweistündig befristeten Warnstreiks legten heute 5.670 Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Sachsen die Arbeit nieder, um der Forderung nach 5,5 Prozent höheren Einkommen, verbesserter Altersteilzeit sowie einer neuen Bildungsteilzeit Nachdruck zu verleihen.

Den Auftakt machten um Mitternacht rund 400 Beschäftigte der Daimler AG im Mercedes-Benz-Werk in Berlin-Marienfelde, die durch 100 Berliner Metallerinnen und Metaller unterstützt wurden. In Hennigsdorf bei Berlin trafen sich um 9 Uhr rund 350 Beschäftigte des Bahnherstellers Bombardier Transportation am Rathenaupark zur Warnstreikkundgebung. Beim Getriebebauer ZF-Friedrichshafen in Brandenburg traten rund 500 Beschäftigte eineinhalb Stunden in den Ausstand. Auch beim Triebwerkbauer Rolls-Royce Deutschland in Blankenfelde-Mahlow legten 350 Beschäftigte die Arbeit nieder.

In Sachsen folgten über 4.000 Beschäftigte von Volkswagen Sachsen dem Warnstreikaufruf der IG Metall. vor dem VW-Gelände in Mosel. Darunter die, GKN Driveline, SAS Autosystemtechnik Zeitgleich traten 70 Beschäftigte beim Mahle Motorkomponenten in Roßwein bei Riesa in den Ausstand.

IG Metall-Bezirksleiter Oliver Höbel zeigte sich über die umfangreiche Teilnahme der Beschäftigten an den Warnstreiks im gesamten Tarifgebiet erfreut und kündigte für die nächsten Tage weitere, flächendeckende Warnstreiks an. Höbel kritisierte die Blockadehaltung der Arbeitgeber, die dadurch die Warnstreiks provoziert hätten. "Es ist skandalös, in Zeiten gravierend technischer Veränderungen der Arbeitswelt und steigender Belastungen, den Älteren den notwendig fairen Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu verbauen. Den Anspruch auf Altersteilzeit noch halbieren zu wollen, ist unfassbar. Ebenso darf die Chance auf Weiterbildung nicht verweigert werden. Hier muss die gesamte Branche handeln, um sich für die Zukunft fit zu machen", so Höbel. Beim Geld gehe es zudem um die "faire Teilhabe am Erfolg der guten Geschäfte".

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen