Wohnen in ehemaliger Luckauer Justizvollzugsanstalt

Wohnen in ehemaliger Luckauer Justizvollzugsanstalt

Richtfest in Luckau für 13 Wohnungen in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt

Baustaatssekretärin Katrin Lange wird morgen (28. Januar) beim Richtfest für 13 Wohnungen zu Gast sein, die in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt (JVA) Luckau entstehen. Die Wohnungen sind ein weiterer Mosaikstein der Umnutzung des Klosterquartiers. Das Land stellt für den Um- und Ausbau des historischen Verwaltungsgebäudes fast 1,3 Millionen Euro aus der Städtebauförderung und 984.000 Euro als Baudarlehen bereit.

"Die 13 neuen Wohnungen in der ehemaligen JVA Luckau komplettieren das Quartier des historischen Mönchklosters. Die Stadt Luckau hat es geschafft, einem ehemals abgeriegelten Bereich im Herzen der Stadt neues Leben einzuhauchen. Es entstanden eine Kulturkirche, das Kreisarchiv, ein Kindergarten mit Indoorspielplatz und nun die Wohnungen. Das sowohl mit einer Belobigung beim Deutschen Baukulturpreis 2012 und mit dem Otto-Borst-Preis des Forums Stadt e.V. 2014 prämierte Projekt errang damit große Aufmerksamkeit. Es zeigt, dass Baukultur nicht nur in den Metropolen der Welt sondern auch in kleinen Städten ihren Platz hat", sagte Baustaatssekretärin Katrin Lange.

Das Gelände mit seiner wechselvollen Geschichte ist in den letzten Jahren in Luckau immer beliebter gewordenr. So wird zum Beispiel die Klosterkirche, die sich ebenfalls auf dem Areal der Haftanstalt befindet, seit 2007 als "Kulturkirche" genutzt. Hier hat auch das Niederlausitzmuseum sein neues Domizil gefunden. Das neue Kreisarchiv des Landkreises Dahme-Spreewald und die Kita "Gottessegen" mit Indoorspielplatz wurden 2011 eröffnet. Diese Projekte wurden insgesamt mit rund acht Millionen Euro unterstützt.

In den Verwaltungsgebäuden der ehemaligen JVA werden insgesamt 23 Wohnungen errichtet. Im Juni 2013 wurden die ersten 10 Wohnungen, davon eine behindertengerecht und und acht barrierefrei, fertigestellt. Das Land hat hierfür ein Wohnungsbaudarlehen über 550.000 Euro bereitgestellt. Hinzu kam ein Zuschuss von mehr als 30.000 Euro für einen Aufzug und rund 900.000 Euro Städtebaufördermittel.

Im 2. Bauabschnitt werden nun weitere 13, dank eines Aufzugs weitgehend barrierefreie Wohnungen in den alten Mauern gebaut. Eine Wohnung ist behindertengerecht. Die Gesamtkosten für den 2. BA betragen rund 2,7 Millionen Euro. Es wurden fast 1,3 Millionen Euro Städtebaufördermittel als Zuschuss bewilligt. Aus der Wohnraumförderung wurden zwei Darlehen bereitgestellt, für die Modernisierung und Instandsetzung mehr als 900.000 Euro und für den Aufzug 71.400 Euro.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg