Metall-Tarifverhandlung in Berlin und Brandenburg ohne Ergebnis

Erste Metall-Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg ohne Ergebnis vertagt

Metall-Tarifverhandlung in Berlin und Brandenburg ohne Ergebnis Ohne jede Annäherung endete heute in Berlin nach zwei Stunden die erste Tarifverhandlung für die rund 100.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie für Berlin und Brandenburg. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent höhere Einkommen für die Dauer von zwölf Monaten, verbesserte und flexible Altersübergänge und einen Anspruch auf Bildungsteilzeit und hatte dies in der Verhandlung ausführlich begründet. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor.

Vor Beginn der Verhandlung unterstützen bei frostigen Temperaturen rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus den Betrieben lautstark die IG Metall- Verhandlungskommission und unterstrichen in Sprechchören und mit Transparenten ihre Kampfbereitschaft.

Olivier Höbel, Bezirksleiter und IG Metall-Verhandlungsführer bekräftigte auf der Kundgebung: "Unsere Forderungen sind gerecht, sinnvoll und bezahlbar. Wir wollen auch morgen noch den Anforderungen im Betrieb gewachsen sein, deshalb müssen wir heute für verbindliche Qualifikationen sorgen. Dazu gehört Zeit und Geld. Darüber hinaus erwarten die älteren Arbeitnehmer angesichts der zunehmenden Belastungen eine verbesserte Altersteilzeitregelung für einen würdigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben."

Die Metall- und Elektroindustrie stehe jetzt in der Pflicht, den von den Beschäftigten erarbeiteten Anteil am Erfolg zu honorieren und durch ordentliche Einkommenserhöhungen die Kaufkraft von über 100.000 Menschen und deren Familien hier in der Region zu sichern.

Am 30. Januar, 10:00 Uhr, werden die Tarifverhandlungen beim Arbeitgeberverband VME am Schillertheater in Berlin fortgeführt.

Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie endet am 28. Januar 2015 um 24:00 Uhr, danach sind Warnstreiks möglich.

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen