Traditioneller sächsicher Ländertag auf Grüner Woche

Sachsens Landwirtschaftsminister besucht sächsische Aussteller in der Sachsenhalle auf der Grüner Woche

Im Rahmen des traditionellen Ländertages anlässlich der Internationalen Grünen Woche (IGW) hat Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt heute (19. Januar 2015) die sächsischen Aussteller besucht. 34 Unternehmen und Tourismusverbände sind in diesem Jahr in der Sachsenhalle 21b vertreten. Das Motto: "Wir haben unser eigenes Rezept: Genuss. So geht sächsisch" greift erstmals bei der IGW die aktuelle Standortkampagne des Freistaates auf. "Mit unseren regionalen Spezialitäten und mit einem Blick auf Landschaft, Kultur und Traditionen wollen wir die Besucher der Grünen Woche auch direkt zu uns in den Freistaat einladen", so der Minister. Partnerregion in der Sachsenhalle zum Ländertag ist in diesem Jahr die Oberlausitz.

Sachsens Ernährungswirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren stetig entwickelt. Die 366 Unternehmen mit rund 19 900 Beschäftigten erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro. Damit gehört die Branche zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im verarbeitenden Gewerbe Sachsens. Hinzu kommen noch mehr als 1 800 Bäcker, Konditoren und Fleischer, die als Handwerksbetriebe mit weniger als 20 Beschäftigten in der Statistik nicht erfasst werden.

Etwa die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet die sächsische Ernährungswirtschaft in der Milchverarbeitung. Weitere bedeutsame Teilbranchen sind die Back- und Teigwarenherstellung (elf Prozent), Schlachtung und Fleischverarbeitung (elf Prozent), Bierherstellung (neun Prozent) und Obst- und Gemüseverarbeitung (sechs Prozent). Umsatzsteigerungen wurden im vergangenen Jahr insbesondere bei Brauereien, in der Obst- und Gemüseverarbeitung sowie in der Fleischverarbeitung erreicht. Rückgänge gab es in der Süßwarenherstellung sowie in der Milchverarbeitung, hier insbesondere durch sinkende Preise und wegen rein statistischer Effekte - die Zahl der Beschäftigten in der Molkereibranche stieg trotz des Umsatzrückgangs sogar um sechs Prozent an.

Seit 1991 hat sich der Umsatz der Ernährungswirtschaft mehr als verdoppelt. Die Produktivität stieg sogar auf das Vierfache. "Der Freistaat hat die Unternehmen seitdem mit etwa 930 Millionen Euro bei den nötigen Investitionen unterstützt", so der Minister. "Potentiale liegen auch weiterhin im Ausland. Nur knapp zwölf Prozent ihres Umsatzes erzielen unsere Unternehmen im Export, deutschlandweit ist die Quote doppelt so hoch". Die IGW sei deshalb die beste Gelegenheit, die Produkte einem breiten Publikum vorzustellen und sich Anregungen für den Schritt auf internationale Märkte zu holen.

Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft