Neujahrsempfang der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft

Tillich spricht in Dresden beim Neujahrsempfang der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft

  • Tillich sieht Sachsens Wirtschaft weiter im Aufwind

Dresden (13. Januar 2015) - Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen seit dem Mauerfall gewürdigt.

In seiner Rede beim Neujahrsempfang der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft ging der Regierungschef am Dienstag insbesondere auf die rund 70 neuen Ansiedlungen und 300 Erweiterungsinvestitionen im Freistaat im vergangenen Jahr ein. "Allen, die behaupten, die Zeit der Neuansiedlungen sei vorbei, sind auch 2014 widerlegt worden. Insgesamt hat der Freistaat seit 1990 mit Investitionszuschüssen von 9,7 Milliarden Euro private Investitionen in Höhe von 57 Milliarden Euro angeschoben." Als Folge dieser positiven Entwicklung sei die Arbeitslosigkeit im Freistaat zuletzt weiter gesunken. Im Dezember 2014 lag die Arbeitslosenquote mit 8,4 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 1991.

Zur wirtschaftlichen Entwicklung seit Mauerfall und Wiedervereinigung sagte er, angesichts der schwierigen Ausgangslage sei bereits sehr viel erreicht worden. Tillich verwies darauf, dass die Arbeitsproduktivität in Sachsen im Vergleich zum Durchschnitt der alten Bundesländer derzeit bei 69 Prozent liegt. "Wir haben eine große Transformation gemeinsam gemeistert, ohne uns unterkriegen zu lassen. Das ist eine beachtliche Leistung und macht Mut für die noch anstehenden Aufgaben." Zuversichtlich stimmten ihn auch die Wachstumsprognosen für den Freistaat für dieses und das nächste Jahr.

Weiterhin verwies er auf den geplanten Fusionsfonds, der insbesondere mittelständischen Unternehmen helfen soll, durch Fusionen weiter zu wachsen und bei der Wertschöpfung noch stärker zuzulegen.

"Ziel ist es gleichzeitig, dass noch mehr Unternehmen dauerhaft auf Forschung und Entwicklung setzen. Permanent forschende Unternehmen erwirtschaften mehr Umsatz und weisen mehr Wachstum bei Beschäftigung und Export auf." Neue Kooperationen könnten hier für einen kräftigen Schub sorgen, so Tillich. Derzeit gibt es in Sachsen rund 800 Unternehmen, die dauernd Forschung und Entwicklung betreiben.

Mit Blick auf den neuen Doppelhaushalt fügte Tillich hinzu, die Staatsregierung werde weiter für gute Rahmenbedingungen sorgen. "Wieder setzen wir den Schwerpunkt auf Investitionen, Bildung und Forschung, also all das, was mithilft, die Wachstumskräfte der Wirtschaft zu stärken."

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei