Baupreise in Brandenburg 2014 gestiegen

Baupreise im Land Brandenburg 2014 gegenüber 2013 um 2,8 Prozent gestiegen

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im Land Brandenburg im Berichtsmonat November 2014 gegenüber August 2014 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 113,2 (Basis 2010 ≙100) gestiegen. Die Veränderung zum Vorjahresmonat November 2013 betrug +2,6 Prozent. Im Durchschnitt des Jahres 2014 gegenüber 2013 lag die Veränderung bei +2,8 Prozent.

Der jährliche Preisauftrieb für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) schwächte sich im November 2014 mit +2,6 Prozent ab (August 2014: +2,9 Prozent). Zurückzuführen war dies auf den Rückgang der jährlichen Teuerung für Rohbauarbeiten auf +2,1 Prozent (August 2014: +2,6 Prozent), während die Teuerung für Ausbauarbeiten unverändert bei +3,1 Prozent lag. Bestimmend für die jährliche Preisentwicklung im Rohbau war vor allem der Rückgang der jährlichen Teuerung für Gerüst- (+4,6 Prozent; August 2014: +6,0 Prozent) und Mauerarbeiten (+3,5 Prozent; August 2014: +5,2 Prozent). Im Ausbau war die Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahr weiterhin hauptsächlich auf deutlich höhere Preise für Niederund Mittelspannungsanlagen (+6,1 Prozent), Fliesen- und Platten- (+4,7 Prozent) sowie Tischlerarbeiten (+4,1 Prozent) zurückzuführen. Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr gab es im November 2014 weder bei Roh- noch bei Ausbauarbeiten.

Der im November 2014 beobachtete jährliche Preisanstieg wurde kaum durch die Veränderung gegenüber August 2014 bestimmt. Mit nur +0,1 Prozent lagen die Preise im November 2014 nur geringfügig über denen im August 2014. Einerseits gab es Preiserhöhungen für Ausbauarbeiten (+0,4 Prozent), wozu hauptsächlich höhere Preise für Metallbauarbeiten und Wärmedämm-Verbundsysteme (jeweils +0,9 Prozent) sowie Trockenbauarbeiten (+0,8 Prozent) beitrugen. Andererseits waren Rohbauarbeiten mit –0,2 Prozent vor allem durch Preissenkungen für Gerüst- und Betonarbeiten (–1,1 bzw. –0,5 Prozent) etwas günstiger als im August 2014.

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent. Schönheitsreparaturen in einer Wohnung kosteten 2,4 Prozent mehr als im November 2013.

Der Neubau von Nichtwohngebäuden verteuerte sich binnen Jahresfrist ähnlich stark wie der für Wohngebäude. So war der Neubau von Bürogebäuden um 2,7 Prozent und der von gewerblichen Betriebsgebäuden um 2,4 Prozent teurer. Beim Ingenieurbau reichte die jährliche Preisentwicklung von +1,5 Prozent im Brückenbau, über +2,0 Prozent im Straßenbau bis +2,8 Prozent für den Bau von Ortskanälen.

Die durchschnittliche Preisentwicklung im Jahr 2014 gegenüber dem Jahr 2013 lag mit +2,8 Prozent unter der der Vorjahre (2013: +2,9 und 2012: +3,9 Prozent). Rohbauarbeiten stiegen in 2014 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 2,5 Prozent (2013: +3,4 Prozent) und Ausbauarbeiten um 3,0 Prozent (2013: +2,5 Prozent).

Über das Datenangebot des Bereiches Preise informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg