Silvesterkarpfen aus der Oberlausitz

Silvesterkarpfen aus der Oberlausitz

Silvesterkarpfen aus einem sächsischen Teich ist der Klassiker

Ob gebraten, gegrillt oder "blau" - der Karpfen ist der Klassiker unter allen Festessen an Silvester oder Neujahr. Sachsens Teichwirte sind darauf bestens vorbereitet. Im Freistaat gibt es derzeit rund 60 hauptberufliche Fischzuchtbetriebe und etwa 300 Nebenerwerbsbetriebe. Sie werden bis zum Jahresende den größten Teil der rund 2 000 Tonnen Karpfen verkauft haben. Etwa die Hälfte davon wird allein im Monat Dezember über den Ladentisch gehen.

"Mit leicht verdaulichen Eiweißen, wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gehört Fisch zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt", sagt Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. "Wer seinen Silvesterkarpfen oder seine Forelle in Sachsen kauft, kann sicher sein, eine hohe Qualität in Topf oder Pfanne zu haben. So gelingt der kulinarisch optimale Start ins neue Jahr."

Die Herbstabfischungen sind der Beginn der Karpfensaison. Die Fische aus extensiver Teichwirtschaft bleiben bis zum Verkauf lebend in Hälteranlagen, um sie in bester Qualität bereit zu halten. In den Teichwirtschaften werden aber nicht nur die sächsischen Traditionsfische angeboten sondern auch Nebenfische wie Hecht, Schleie und Graskarpfen, die sich ebenfalls nach Omas Rezepten zubereiten lassen oder einfach als Fischfondue auf den Tisch kommen können. Zunehmend werden in der sächsischen Aquakultur auch Forellen, Saiblinge, Störe, Zander und Welse produziert. Sogar Tilapia sind aus lokaler Produktion im Angebot. Wo man direkt beim Fischzüchter einkaufen kann, ist im Internet unter http://www.saechsischer-fischereiverband.de/ zu finden. Sachsens größte für die Karpfenteichwirtschaft genutzte Region ist die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (Landkreis Bautzen).

Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch liegt in Deutschland bei 13,7 Kilogramm, wovon Süßwasserfische wie Karpfen und Forelle aber nur etwa ein Zehntel ausmachen. Insgesamt wurden in Sachsen im vergangenen Jahr 2 870 Tonnen Speisefisch in der Aquakultur produziert, dazu kommen noch etwa 200 Tonnen Fisch aus der Angelfischerei. Einen Fischereischein besitzen im Freistaat derzeit rund 57 000 Frauen und Männer.

Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft