Tierhaltungsverbot für Straathof konsequent umsetzen

Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz müssen Tierhaltungsverbot für Straathof konsequent umsetzen

(Nr. 49) Nachdem das Verwaltungsgericht Magdeburg das Tierhaltungsverbot für den Schweineproduzenten Straathof bestätigt hat, fordert der landwirtschaftspolitische Sprecher der bündnisgrünen Fraktion im Brandenburger Landtag BENJAMIN RASCHKE eine konsequente Umsetzung des Verbots auch in Brandenburg: "Ich fordere die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz auf, schnellstmöglich Konsequenzen aus dem bundesweiten Tierhaltungsverbot zu ziehen. Landwirtschaftsminister Vogelsänger muss den Landkreisen entsprechend Rückendeckung geben. Die angekündigten verstärkten Kontrollen alleine reichen nicht aus, die Tiere müssen aus Straathofs Ställen befreit und an einen verantwortungsvollen Tierhalter übergeben werden", sagte BENJAMIN RASCHKE. Straathof ist nach Medienberichten in Brandenburg u.a. in Drebkau, im Calauer Ortsteil Mlode und in Wadelsdorf aktiv.

In Schweineställen in Sachsen-Anhalt wurden von den Veterinärämtern jahrelang Verstöße von Straathof gegen das Tierschutzgesetz festgestellt. Nach Angaben der Behörden wurden schwerwiegende Mängel bei der Versorgung, Unterbringung und Pflege von von Straathof gehaltenen Schweinen festgestellt. Danach sind Tiere in zu engen Kastenständen gehalten und Ferkel ohne vernünftigen Grund und ohne Betäubung getötet worden. Die Haltung wurde als 'tierschutzwidrig' bezeichnet. Sie verursache bei den Tieren nicht durch kommerzielle Interessen zu rechtfertigende Schmerzen, Leiden oder Schäden. Der Landkreis Jerichower Land hatte hieraufhin ein Tierhaltungsverbot für Straathof verhängt, welches Anfang der Woche vom Verwaltungsgericht Magdeburg bestätigt wurde.

"Es liegen mittlerweile schwerwiegende Vorwürfe gegen Straathof auch in Brandenburg vor, die ein schnelles Handeln notwendig machen", sagte BENJAMIN RASCHKE. So berichte das ARD-Magazin Report, dass schwer kranke und transportunfähige Ferkel aus Straathofs Ferkelzuchtanlagen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an eine Spanferkel-Schlachterei in Baden-Württemberg geliefert wurden. Die Tiere hätten schmerzhafte Bauchbrüche und andere Krankheiten aufgezeigt. "Ein derartiger Umgang mit Tieren ist nicht hinnehmbar, ein Tierhaltungsverbot für Straathof ist überfällig", sagte BENJAMIN RASCHKE.

Auf Nachfrage der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat der Landkreis Jerichower Land nochmals bestätigt, dass das Verbot für Straathof bundesweit gilt.

Quelle: PM Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag