Bedeutung der sorbisch-wendischen Kultur gewürdigt

sorbische Ostereier

Sorbischen Bräuche und Feste in Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen

  • ersten Sitzung des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden

Der Sorben-Beauftragte der Brandenburgischen Landesregierung, Kultur-Staatssekretär Martin Gorholt, hat anlässlich der ersten Sitzung des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden in der neuen Landtags-Wahlperiode die Bedeutung der sorbisch-wendischen Kultur für das Land Brandenburg gewürdigt.

Besonders hob Staatssekretär Gorholt die gerade erfolgte Aufnahme der sorbischen Bräuche und Feste im Jahreskreis auf die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes hervor: "Die Aufnahme ist ein wichtiges Signal. Damit wird der Reichtum der sorbischen Kultur in ihrer Einzigartigkeit, die sich aus dem Zusammenspiel und der gegenseitigen Ergänzung der verschiedenen jahreszeitlich geprägten Brauchtumsformen ergibt, in besonderer Weise gewürdigt. Das Land Brandenburg sieht sich der Bewahrung dies Brauchtums verpflichtet und unterstützt daher beständig die Arbeit sorbisch/wendischer Institutionen."

Die Aufnahme in die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes wurde vom Freistaat Sachsen und dem Land Brandenburg gemeinsam unterstützt, weil das sorbische Volk sowohl in der Ober- als auch der Niederlausitz beheimatet ist und beide Länder und ihre Kultur mitprägt.

Die Sorben/Wenden sind seit anderthalb Jahrtausenden in der Lausitz ansässig. Sie haben sich trotz langer Assimilierungsbemühungen früherer staatlicher Herrscher ihre eigene, von zahlreichen Festen und vielfältigem Brauchtum geprägte Kultur bewahrt. Sachsen, Brandenburg und der Bund unterstützen die Bemühungen der Sorben/Wenden, ihre angestammte nationale Identität zu bewahren und weiterzuentwickeln. Das geschieht unter anderem durch die Stiftung für das sorbische Volk, die mit derzeit jährlich 17,8 Millionen Euro von den drei Geldgebern gefördert wird. Davon trägt das Land Brandenburg rund 2,9 Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Land Brandenburg