Bündnis gegen Schwarzarbeit im Gerüstbauer-Handwerk

IG BAU und die Tarifpartnern im Gerüstbauer-Handwerk unterzeichnen Bündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Bündnis gegen Schwarzarbeit im Gerüstbauer-Handwerk Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat mit den Tarifpartnern im Gerüstbauer-Handwerk (Bundesverband Gerüstbau und Bundesinnung des Gerüstbauer-Handwerks) und dem Bundesfinanzministerium ein Bündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung unterzeichnet. Ziel ist es, gemeinsam mehr für die Einhaltung der Mindestlöhne und einen fairen Wettbewerb in der Branche zu tun.

So werden die Bündnispartner bei der Bekämpfung von Gesetzesverstößen untereinander eng zusammenarbeiten und das Bewusstsein bei Arbeitgebern, Arbeitnehmern und in der Öffentlichkeit schärfen, welchen Schaden illegale Beschäftigung für den Einzelnen und für die Gesellschaft insgesamt anrichtet. "Die Fantasie, wie Mindestlöhne unterlaufen werden können, kennt keine Grenzen. Wir beobachten vielfältige Methoden, Beschäftigte um ihren Lohn zu prellen. Gesetze allein schrecken illegale Betriebe kaum ab. Wir brauchen deshalb eine Kultur des Hinschauens", sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers anlässlich der Unterzeichnung des Bündnisses im Bundesfinanzministerium in Berlin.

"Alle Akteure im Gerüstbauer-Handwerk sind aufgerufen, gemeinsam an der Beseitigung von Lohndumping und Schmutzkonkurrenz zu arbeiten. Ein belastbares Fundament für diese Arbeit ist das Aktionsbündnis. Es bietet die wichtige Plattform für einen schnellen gegenseitigen Austausch von Informationen."

Je stärker das Entdeckungsrisiko von schwarzen Schafen in der Branche ist, desto größer ist der Abschreckungseffekt. Gemeinsame Strukturen auf Bundes- wie auch auf regionaler Ebene erleichtern den Informationsfluss, um bei Missständen schnell reagieren zu können. Die IG BAU hat beispielsweise in der Bauwirtschaft, bei Malern und Lackierern und im Gebäudereiniger-Handwerk vergleichbare Bündnisse geschlossen und gute Erfahrungen damit gemacht.

Quelle: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt