Kitesurfen am Berzdorfer See verboten

Kitesurfen am Berzdorfer See verboten

Genehmigung zum Kitesurfen am Berzdorfer See zurückgenommen

Gestern erhielt die Stadt Görlitz von der Unteren Wasserbehörde per Bescheid die Mitteilung, dass die Genehmigung zum Kitesurfen am Berzdorfer See mit sofortiger Wirkung zurückgenommen wird. Die Genehmigung galt ursprünglich bis Jahresende. Begründet wird die Entscheidung mit den Beschädigungen der Hochspannungsleitung in Deutsch-Ossig im Mai und November dieses Jahres. Kite-Schirme verfingen sich in der Leitung, was im Mai 2013 zu erheblichen Ausfällen in der Stromversorgung führte und im November dieses Jahres zu Spannungseinbrüchen. Die ENSO Netz GmbH wandte sich an den Eigentümer des Sees, die LMBV mbH, die ihrerseits den Landkreis aufforderte, die Kite-Genehmigung mit sofortiger Wirkung aufzuheben.

Die Stadt Görlitz hatte für diese Saison, in Abstimmung mit den Sportlern, eine Fläche unterhalb von Deutsch-Ossig zum Kite-Surfen beantragt. Diese Fläche wurde aber nicht genutzt, stattdessen fand das Kite-Surfen, trotz Verbotshinweisen und Bemühungen der Firma K9 als Bewirtschafter, auf der ausschließlich für die Wind-Surfer vorgesehene Fläche am Nordost-Strand statt. Hier ereigneten sich die beiden Unfälle.

"Unbestritten ist, dass durch die jetzige Situation eine Gefahr für die Gesundheit und das Leben von Kite-Surfern besteht. Deshalb verstehen wir die Entscheidung der Unteren Wasserbehörde", so Oberbürgermeister Siegfried Deinege. "Ob und wo das Kite-Surfen in der nächsten Saison erlaubt werden kann, muss mit der LMBV mbH und der Unteren Wasserbehörde besprochen werden. Wir werden dazu auch mit den Sportlern Kontakt aufnehmen."

Das Windsurfen bleibt bis Jahresende weiterhin auf der dafür ausgewiesenen Fläche am südlichen Ende des Nordost-Strandes erlaubt.

Quelle: PM der Stadtverwaltung Görlitz